(gründe, jene stadt zu mögen)

kreuzung jannowitzbrücke, letzten sommer, scheibenputz-action.
"sorry, ich komme gerade mit der karre aus der waschbahn. leider alles sauber."
"ach, dann ist's heute mal kostenlos", sagt er, und putzt los.

[ frank l. | 2005-06-13 | 04:01 | # ]

wir akzeptieren ausschließlich traveller's cheques

wenn ich mal groß bin, mach' ich einen laden für coolness, selbstbewußtsein, stil, eloquenz, understatement und dergleichen noch irgendwie zu materialisierende güter auf. architektonisch wird das ganze dann aussehen wie einer dieser "ich mix' mir 27 gummibärensorten, von denen mir nur 3 schmecken und die anderen 22 immerhin lustig aussehen, in eine papiertüte zusammen, und danach beleg' ich einen mathe-kurs an der vhs"-stände, die man von jahrmärkten, bahnhofshallen oder sehenswürdigkeitsvorplätzen kennt. und auf meinen papiertüten steht dann "pan d'ora" und 100 gramm coolness kosten genausoviel wie 10 gramm stil.

[ frank l. | 2005-06-13 | 03:56 | # ]

hello world / liebes tagebuch.

das feedback der letzten ca. 48 stunden: von informativen mails ("dein server wurde gehackt!!") über entsprechende blog-postings anderswo ("massen-defacement?") oder kümmer-anrufen ("alles in ordnung bei dir?") bis hin zu planlos-verwirrten "erklärst du's mir?"-anfragen, alles dabei. zur feier des tages verzichte ich auf einen latent überheblichen blogosphären-unmuts-artikel, der nur darauf hinauslaufen würde, daß (mir) in dieser szene zu viele schlipsträger (im geiste) unterwegs sind. was ja sowieso alles schon bekannt ist. sondern weise auf unser neues baby hin, zoomo.de, eine koproduktion von malorama und argh! im rahmen der ebenfalls gerade neugeborenen "we are spreeblick-family".

tusch, sekt (bzw. premium-cola), party: jetzt!

zoomo.de – gezieltes hören und sehen.

antifreeze.de – zwischen musik und kunst.
lautgeben.de – politik im hier und netz.
trashkurs.de – how to become a wohnzimmer-rocker.
d-frag.de – computerspielkultur.
spreeblick.com – papa, bist du's?.

[ frank l. | 2005-06-11 | 20:59 | # ]

(t minus betrag von wurzel aus neun tage, ungefähr und übrigens.)

[ frank l. | 2005-06-08 | 10:25 | # ]

warum disclaimer dem www schaden. betrachtungen zu ..

warum disclaimer dem www schaden. betrachtungen zum "urteil des landgerichts hamburg", zu distanzierungen sowie zu gesundem menschenverstand.

[ frank l. | 2005-06-08 | 10:09 | # ]

breaking news: n-tv-einblendungen weiterhin quell der freude

jürgen klinsmann / haben respekt vor russland

n-tv-texterin pamela mustermann
haben problem mit pluralformulierungen und eloquenzen,
dürfen ihren jobs aber trotzdem behalten.

[ frank l. | 2005-06-07 | 14:14 | # ]

bestimmt längst widely known und ich bin wieder der letzte, der's findet, aber:

purelivegigs.com – eine fast unglaubliche auswahl an bootlegs, livemitschnitten, audio und video, konzertberichten und allem, was man als konzertgutfinder – und ich meine hier keine "the-dome"-dvd-rips, sondern radiohead- und sigur-ros-mitschnitte – so zum überleben braucht. inklusive auf den ersten blick brauchbarer community drumrum. es lebe die flatrate.

[ frank l. | 2005-06-07 | 13:50 | # ]

mein hektischstes ferienerlebnis und ich

ich vorhin so, hey, kaffee wär' jetzt was, und die kaffeemaschine so, hey, kein problem, und ich so, okay, dann einen pott kaffee bitte, und dann ich so, oh, ich muß ja noch mails beantworten, und voll mindestens irgendwann später meine nase so, öööy, da riecht doch was, und ich so, scheiße, das riecht ja nach kaffee, und meine beine so, in die küche renn und so, und die kaffeemaschine so, hey, wieso denn überhaupt scheiße, und ich so, tschuldigung, dich meinte ich doch nicht, und der kaffee so, kaltwerd, kaltwerd, kaltwerd, und ich so, tschuldigung kaffee, schlürf. und meine mails so, hey, beantworte uns. aber dann war der morgen gerettet.

[ frank l. | 2005-06-07 | 12:47 | # ]

flittchenwochen, die:

direkt auf eine trennung folgende zeitspanne.

[ frank l. | 2005-06-06 | 20:20 | # ]

"die domain 'oberschichtenfernsehen.de' ist nic ..

"die domain 'oberschichtenfernsehen.de' ist nicht registriert."

[update: aha. inzwischen schon.]

[ frank l. | 2005-06-06 | 03:24 | # ]

kai-uwe

kai-uwe ist zwei personen, hat also vier beine und vier arme und zwei nasen und keine frisur. maximal zwei haarschnitte. kai-uwe tanzt an einem freitagabend in einem der hiesigen studentenclubs. oder er glaubt es zu tun.

die eine hälfte von kai-uwe trägt ein helles kurzärmliges hemd mit tribal[tm]-aufdruck in klassisch weitem c&a-schnitt, bis knapp über seinen hintern hängend, kunstseidigglatt (das hemd, nicht der hintern). die andere hälfte von kai-uwe kontert mit einem orange-weiß-karierten zwar ursprünglich langärmligen, aber die ärmel in hochgekrempeltstellung (bis über die ellenbogen!) befindlichem mode-ersatz, der gemeinhin unter "holzfäller-hemd" oder "e-techniker- bzw. maschinenbauer-outfit" gehandelt wird.

kai-uwe tanzt also. zusammen. also, mit sich selbst. die beiden hälften von kai-uwe prosten sich dabei zu, gröhlen zu rammstein und machen dabei den nicht mal mehr in ernstzunehmenden metaller-kreisen verwendeten "satans-gruß", während sie ihre kurzhaarschnitte gerade so sehr schütteln, daß es noch nicht ganz zu einer gehirnerschütterung reicht. zu den chemical brothers wackelt kai-uwe mit seinen hintern (nicht sichtbar, da durch die hemden überdeckt, aber wäre es ein sexy hintern, würde man ja ganz intuitiv sein hemd anders tragen), zu depeche mode mit seinen bäuchen. daß es umgekehrt sinnvoller wäre, merkt kai-uwe nicht. lauthalsiges mitsingen auf gröhl-basis, mit dem bierglas auf der tanzfläche, mit den blicken bei den medienwissenschafts-studentinnen am rand derselben.
während temple of love äfft kai-uwe den tanzstil der luminanzgeforderten melancholiker nach, während der metal-runde lacht kai-uwe die langhaarigen lederjackenträger aus. kai-uwe besitzt offenbar nicht mal das feingefühl um rechtzeitig zu bemerken, wann er vielleicht doch mal besser die klappe halten sollte. nach der kurzen folgenden konfrontation besorgt sich kai-uwe ein neues bier, zur selbstbestätigung.

kai-uwe gehört zu der sorte studenten, für die man nur mitleid haben kann. sollte. müßte. kai-uwe studiert von montag bis freitag, geht auch noch im siebten semester pünktlich zu allen vorlesungen, wird das studium innerhalb der regelstudienzeit beenden, und macht freitags "einen drauf", indem er sein taschengeld für bier ausgibt. kai-uwe wird sich nach dem studium auf einen job bewerben und ihn bekommen, danach vielleicht über eine kontaktanzeige in der thüringer allgemeinen eine kontaktanzeigenkompatible freundin (treu, spontan, humorvoll, mag hunde und findet zuspätkommen doof) finden, die er irgendwann heiratet und mit der er dann auch mal sex haben, nein, liebe machen wird. kai-uwe hat kein leben, sondern nur das, was ihm irgendwann mal als solches verkauft wurde. kai-uwe zweifelt nie, weil er nicht über sich nachdenkt, und es würde ihm auch nie einfallen, dinge in frage zu stellen, die nicht rational beantwortbar sind. kai-uwe ist nicht neugierig, sondern wissensdurstig. musik ist für kai-uwe nicht grund, sondern anlaß. und auch nicht zweck, sondern ziel. kai-uwe trinkt bier, um sich von außen die selbstbestätigung zu simulieren, die er anders nicht bekommt.

auf eine seltsame art ist kai-uwe wahrscheinlich glücklicher als ich. ich möchte trotzdem nie so werden wie er.

[ frank l. | 2005-06-05 | 16:16 | # ]

offlinelektürenekel

eingeklammerte verhaltens- und situations-deskriptiva ("(lacht)") in interviewmitschriften.
(galore galore!)

[ frank l. | 2005-06-05 | 14:42 | # ]

coldplay

die band, die wie a-ha klingt, sich aber für radiohead hält (und das ist ganz genau die formulierung, nach der ich seit mindestens einem jahr gesucht hatte, ohne es zu wissen).

[ frank l. | 2005-06-05 | 14:40 | # ]

 

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