er hat den längsten.

ein must-see des diesjährigen phantastischen films, das spür' ich.

[ frank l. | 2005-08-31 | 22:24 | # ]

vogelgrippe – die lösung!

(nirgendwo/dpargh) – ein probates mittel gegen die hierzulandige verbreitung der vogelgrippe scheint eine gruppe aus dem umfeld der forschungsgruppe vögelei e.v. gefunden zu haben. nach umfangreicher analyse mehrerer der potentiellen gefahrenquellen konnten diese auf die ein- oder vielmehr durch-reise auswärtiger zugvögel reduziert werden. diesem letzten problem soll laut dem sprecher der forschungsgruppe, herrn franzjosef flügeli, über die einführung einer flugstrecken-maut für zugvögel beizukommen sein. durch die erklärung des luftraumes als kostenpflichtig für durchreisende billigflügler ließen sich, so flügeli weiter, mehrere der auftretenden sub-probleme gewissermaßen gleichzeitig erledigen: durch die entwicklung sogenannter obus (on-bird-units) würde die heimische wirtschaft angekurbelt werden; ein positiver nebeneffekt davon wäre außerdem eine querfinanzierung der sowieso viel zu hohen landwirtschaftssubventionen über maut-einnahmen. die laut flügeli zur zeit relativ arbeitlose bundeswehr könnte zur luftraumüberwachung bzw. kontrolle der einflugschneisen an den grenzen und zum abschuß von mautprellern eingesetzt werden; bereits bestehende infrastrukturen (bspw. aus der einreise-visa-vergabe) würden zur attest-erteilung entsprechender vögelbetriebe eingesetzt werden.

flügeli wies in der pressekonferenz auf positive auswirkungen auch anderer wirtschaftszweige hin (ein deutlicher anstieg beispielsweise öffentlich dargestellten spreadshirt-humors ("ich bin nett zu vögeln!", "nieder mit den billigfliegern!" oder sticker mit hans-jochen-vogel-konterfei) kann erwartet werden, wie die forschungsgruppe belegen konnte) und betonte außerdem, daß zugvögel ja eigentlich aber auch selbst schuld seien – daß man im zug sitzend anfälliger für eine grippe ist, sollte sich doch mittlerweile herumgesprochen haben, so der vorsitzende, kurz bevor er gackernd den hof verließ. die bundesregierung prüft derzeit die machbarkeit des vorhabens in kooperation mit namhaften wiesenhof-vertretern anhand des vorliegenden abschlußberichts.

[update: bei mark gibt's bildmaterial von herrn flügeli.]

[ frank l. | 2005-08-31 | 02:30 | # ]

myself

[original hier.]

einen spektakulären auftritt verschafft der münchner condé nast verlag seinem neuen frauentitel myself. mit dem weltweit größten bisher eingesetzten skyposter startet die kampagne für das neue monatliche frauenmagazin.

unsere werbemaßnahmen sind zwar im wahrsten sinn des wortes gigantisch groß, wir sind aber dennoch so verzweifelt, daß wir darauf nochmals explizit hinweisen müssen. könnte ja sein, daß sonst keiner zum himmel schaut.

das myself poster

vermißt einen bindestrich. sachdienliche hinweise bitte an den verlag bzw. die pr-agentur.

hat eine fläche von 1.600 quadratmetern

gut, von mir aus auch das. wenn wir 20x80m geschrieben hätten, hätte es ja auch nicht so toll geklungen. wenn es erstmal in der luft ist, sieht's sowieso aus wie fliegenschiß.

und wird von einem flugzeug

von einem flugzeug!!

in den kalenderwochen 34 bis 36

wir befinden uns zwar bereits in kalenderwoche 35, möchten aber ausdrücklich vermeiden, daß es so aussieht, als würden wir erst in der mitte der kampagne bemerken, daß sie bisher keine aufmerksamkeit erregt hat. wir formulieren deshalb alles im nach futur klingenden präsens.

über acht der größten deutschen städte

peine – perle niedersachsens! und gütersloh nicht zu vergessen.

gezogen.

naja. kunststück.

begleitet wird die aktion von radiokooperationen, bei denen die hörer einen rundflug über ihre stadt gewinnen können.

sofern sie zu den acht der größten deutschen städte gehört, versteht sich. daß gerade großstadtbewohner eher zu jenen leuten gehören, die sich im leben durchaus prickelnderes vorstellen könnten als sich einen halben tag freizunehmen, um sich während eines pr-rundflugs positiv im dudelradio über die neunundelfzigste sogenannte frauenzeitschrift zu äußern, ignorieren wir.

idee und umsetzung für das skyposter stammen von der agentur mediaplus.

unsere sekretärin hat sich kürzlich einen pilotenschein gekauft.

"das myself skyposter

vermißt noch immer seinen bindestrich.

ist eine rekordverdächtige und innovative marketingmaßnahme im bereich der außenwerbung",

als nächste aktion unserer agentur ist eine art sloganizer geplant, der mit bullshit-bingo-floskeln um sich wirft und ausschließlich aus den hirnzellen unserer mitarbeitern gespeist wird. drei tage später werden wir konkurs anmelden.

so myself publisher dr. markus schönmann.

die bindestrich-knappheit greift um sich.

"wir schaffen damit unserem neuartigen magazin einen angemessenen auftritt."

wir müssen auf irgendeine art und weise so tun, als würde unser heftchen nicht nur aus diät-rezepten, modestrecken und werbung bestehen.

und antje hagemann, senior mediaplanerin bei mediaplus, sagt:

unsere pressemitteilung lassen wir neuerdings übrigens von namhaften "das buch zum film"-autoren formulieren.

"mit dem myself skyposter inszenieren wir für condé nast ein richtiges media highlight:

suchmeldung, an alle streifenwagen: eine gruppe jugendlicher bindestriche wird vermißt. vorsicht, die gesuchten sind höchstwahrscheinlich bewaffnet und/oder besoffen. lassen sie sich bei der festnahme nicht durch sog. denglisch verwirren.

in verbindung mit den hörfunkkooperationen ist das ein aufmerksamkeitsstarkes mediatool, das sich ideal mit einer klassischen kampagne verknüpfen lässt."

wir haben zu hungerlöhnen ein paar studenten eingestellt, die in der fußgängerzone von wanne-eickel flyer verteilen werden.

viele leben, ein magazin – die kampagne zum launch

viele leben, manche vegetieren nur ein bißchen. andere wiederum haben spaß.

das skyposter bildet den auftakt einer aufwändigen crossmedialen werbekampagne. hauptwerbemaßnahmen sind tv-spots, daneben kommen city light poster, plakate, print-werbung, online-flights, point of sale-maßnahmen sowie promotionaktionen zum einsatz.

achtung, an alle einsatzkräfte: die gesuchten bindestriche sind größtenteils wieder aufgetaucht. ich wiederhole: einsatz beendet.

das budget für die einführungsphase in diesem und nächstes jahr

ist für eine leichte schwächen im bereichs der grammatiken bei unser textern mitverantwortlich. dings.

beträgt 15 millionen euro.

ich meine, wer kann bei solchen summen denn noch klar denken?

für die werbekampagne zeichnet serviceplan münchen verantwortlich.

die formulierung "zeichnet .. verantwortlich" haben wir bei einer pressemitteilung der konkurrenz eines mitbewerbers abgeschaut.

themenvielfalt für anspruchsvolle leserinnen

dieser satz stammt von unserem praktikanten. kontaktdaten gern auf anfrage.

der monatliche frauentitel

lautete ja bisher "genervt", "gereizt" oder "angespannt". das wollten wir ändern.

myself

"schatz, wollen wir ficken?" – "nein, heute nicht, ich hab' myself."

ist seit dem 27. august im handel und richtet sich an frauen von 25 bis 49 jahren,

wir verzichten auf werbung für klamotten in eßgestörten-größen.

die in ihrem leben unterschiedlichen anforderungen und rollen gerecht werden müssen – im job, als ehefrau und mutter, als tochter, freundin oder partnerin.

frauen, die nur eine dieser stereotypen klischee-rollen erfüllen, zählen nicht zu unserer zielgruppe, die wir absichtlich so breit gewählt haben, daß wir mehr auswahl bei den werbepartnern haben.

myself reflektiert das selbstbewusstsein der modernen frauen dieser altersgruppe und verbindet inhaltlichen nutzwert

wir drucken auch kochrezepte.

mit der optik und dem stil eines hochglanzmagazins.

wir drucken aber auch parfum- und handtaschen-werbung.

das innovative konzept, das

.. wir inhaltlich noch mit überhaupt keinem wort bisher erläutert haben, aber das merkt hoffentlich keiner.

sich in den usa und in england bereits als erfolgreiches zeitschriftensegment etabliert hat,

statt dessen prahlen wir mit weiteren floskeln aus dem pr-baukasten.

bietet erwachsenen frauen in deutschland eine alternative auf dem zeitschriftenmarkt.

sofern wir die 15 millionen nicht schon bis weihnachten verpraßt haben und kleinlaut zugeben müssen, daß die welt offenbar nicht auf eine neue frauenzeitschrift gewartet hat. huch, hab' ich das gerade laut gesagt?

[ frank l. | 2005-08-29 | 12:55 | # ]

die wahl ist entschieden

brief: deutschland wählt / herrn frank lachmann (..)

ach. das wäre doch nicht nötig gewesen.

[ frank l. | 2005-08-29 | 12:29 | # ]

trackntrace

wenn's dhl auf der eigenen webseite schon nicht in brauchbarer form auf die reihe bekommt: trackntrace.de, paket-tracking für dhl-pakete – mit rss-feed und mail-benachrichtigung. gute sache, wenn auch eben weil inoffiziell privatinitiativ.

[könnten wir das bitte mal alle flink verlinken (also verflinken), damit .. wie sag' ich das jetzt, ohne den begriff 'awareness' verwenden zu müssen? oh. zu spät.]

[ frank l. | 2005-08-29 | 11:44 | # ]

mein luftkissenboot ist voller dings

wir wollen die tarifautonomie und die entwicklung demokratischer und zivilgesellschaftlicher kräfte. die spd war für eine moderne öffentliche verwaltung, die mittelständische wirtschaft geprägt wird, ist es wichtig, sie zu tun und ihre folgen für bürger, wirtschaft und verbrauchern zugang zu fördermitteln erleichtert.

phrasinator – der virtuelle politiker (sogar mit podcast – kind of ..).

[ frank l. | 2005-08-28 | 22:48 | # ]

##

sie hatte eine dieser urban in die höhe geschminkten oberlippen.

[ frank l. | 2005-08-27 | 14:50 | # ]

wo ist sie hin, die subkultur?

wir möchten die tage des punk zurück. früher konnten sie auf der straße, auf den märkten junge kreative menschen sehen. diese menschen wollten die welt verändern, von den 60ern bis hin zu den sogenannten new romantics, einer bewegung der 80er jahre. und heute? heute hängen die leute bei marks&spencer herum und bei gap. [chris lowe bei stern.de]

[ frank l. | 2005-08-26 | 18:59 | # ]

tribbles-attacke beim papstbesuch

screenshot phoenix - koehler und benedetto

skandal beim weltjugendtag:
mikrofonfrisuren stehlen hauptdarstellerhaarschnitten die show!
(die stage-designer wurden verwarnt.)

[ frank l. | 2005-08-18 | 12:44 | # ]

bericht von der front

leichtes kratzen im hals. hüsteln. hustenbonbons. mehr hustenbonbons. tee. hustenbonbons. bett. wach, halskratzen stärker. erkältungstee, schal. schlafen. aufwachen, 20 minuten später. scheiße. wenn das mal klappt mit den terminen übermorgen. mehr hustenbonbons. einschlafen mit ekelhaftem geschmack im mund. aufwachen 30 minuten später. schlucken nicht mehr möglich. mehr tee. panik. mich für unkaputtbar gehalten, jahrelang nicht krank geworden. kontrollverlust, schlimmer als halskratzen. mehr tee. aufwachen, ohne vorher wissentlich eingeschlafen zu sein. 10 minuten vergangen. gang zwischen bett, tisch und küche eine qual. jeweils ungefähr 4 meter. hustenbonbons gehen zur neige. wachbleiben, der nachbar fängt mit innenausbaumaßnahmen an. einschlafen. zwei minuten später aufwachen. die nächste wand wackelt. hustenbonbons. mehr hustenbonbons. mund- und rachenraum völlig geschmacklos mittlerweile. eigenständiges und lang trainiertes herausoperieren ca. jährlich auftretender fremdkörper von den gaumenmandeln. hoffnung auf instantane besserung. zu früh gefreut. blick in den spiegel. bin ich das? was 8 stunden doch aus einem machen können. die noch vorhandenen tee-, bonbon- und tempo-vorräte einteilen, aus falschem stolz heraus, bekannte zum einkaufen zu schicken. aussitzen. schlucken nur noch mit gemüse- oder nudelsuppe möglich. / außenwelt-rezeptionsbruch, plötzlich. / sowieso keinen appetit. schlafmangel. zittrige knie beim laufen alle 30 minuten pinkeln schleim husten fieber bei achtunddreißignochwas aber ich leb' ja noch alles halb so wild kann mal jemand die zeit vorstellen? zeit, das ist frank; frank, das ist die zeit. angenehm. renn', du sau. angst vor dem wiederaufwachen, deswegen nicht mehr einschlafen, abwägen zwischen nochwachzumkotzenfühlen und schonwachzumkotzenfühlen. vorräte gehen zur neige. der feind hält sich wacker. erste verluste in den eigenen reihen in form blauer flecke beim stolpern über eigene schnürsenkel. augen auf und durch. keine blöße geben. die wohnung viel zu kalt. nein, zu warm. beides gleichzeitig. aus versehen zwei stunden in drei etappen einnicken. postenkarten in die heimat schicken, nicht jammern, united i stand. wissen, daß keine hilfe von dort kommen kann. gedanke an den rücktransport nächste woche, der mich nur mitnehmen kann, wenn keine schwereren verluste zu verzeichnen sind. sanitäter schaffen es nicht bis zu mir, ich bin abgeschnitten von der außenwelt. hustenbonbons fehlen. und tee. schlaf. ich werde jetzt vielleicht do

[ frank l. | 2005-08-17 | 03:51 | # ]

es ist schon ein kreuz mit der rechtschreibung

kreuz-erfurt 2000 m

vor rund vier monaten in einem spontanen anfall von weltverbesserungshygiene und unter mißachtung jeglicher reste von selbstachtung dann folgende mail verfaßt:

date: tue, 5 apr 2005 16:12:54 +0200
from: frank lachmann
to: landesamt fuer strassenbau erfurt
subject: a4 / kreuz-erfurt

sehr geehrte damen und herren,

ich bin kunde ihres unternehmens in form einer regelmäßigen und intensiven nutzung zahlreicher thüringer autobahnen, und auch seit vielen jahren -im großen und ganzen- mit ihrem serviceangebot diesbezüglich zufrieden (sogar die notwendigkeit der zahlreich eingesetzten verkehrskontrollen kann ich mehr oder weniger meistens nachvollziehen). als student, wohnhaft in ilmenau, möchte ich beispielsweise vor allem die a71 nicht mehr missen, verbindet sie mich doch mit teilen der zivilisierten restwelt, wie z.b. erfurt.

mich allerdings aus östlicher richtung erfurt nähernd (über die a4), fiel mir -erstmals vor einigen wochen- auf der dortigen beschilderung nun eine dem gesunden sprachempfinden nach zumindest als eigenwillig (wenn nicht gar als fürchterlich) zu bezeichnende schreibweise auf: das sog. "kreuz-erfurt", mehrfach (- !) von ihnen mit ebendiesem bindestrich verunstaltet.

aber – "in dubio pro reo", und da ich weder personen noch ämter oder gar autobahnkreuze ohne vollständige kenntnis der sachlage verurteilen möchte:

  • gibt es einen anlaß, einen grund, gar eine erklärung für diesen sachverhalt?
  • ist mit "kreuz-erfurt" gar eine ortschaft namens "kreuz" (und deren ortsteil bzw. abfahrtsname "erfurt") gemeint, deren existenz mir bisher unbekannt war?
  • liegt hier ein scherz des schilder-herstellers vor (gar ein schild(er)bürgerstreich, um die wortspielquote nun endgültig überzustrapazieren), der bisher nur noch nicht bemerkt wurde?
  • oder möchte sich das autobahnkreuz erfurt nur gegenüber anderen autobahnkreuzen profilieren? nachvollziehen könnte ich das ja sehr wohl – hat doch außer dem namen nur wenig an einem autobahnkreuz charakterbildende eigenschaft. und gönnen würde ich ihn "unserem" autobahnkreuz sicher auch, den vip-status unter den deutschen autobahnkreuzen. aber ob das ignorieren geltender rechtschreib- bzw. zeichensetzungsregeln dafür wirklich das richtige mittel ist, wenn man statt dessen auch auf marktüblichere und deutlich werbewirksamere methoden (rabattsysteme für geblitzte raser, tag des autobahnkreuzes, straßenintegrierte unterboden-waschanlagen usw.) zurückgreifen könnte?

für eine kurze aufklärung dieser frage ("was hat der bindestrich dort zu suchen?"), die mich nun seit einigen wochen schlecht schlafen läßt, wäre ich ihnen – nun durchaus ernstgemeint – dankbar.

[es würde des weiteren erheblich zur verkehrssicherheit beitragen, wenn ich in zukunft nicht mehr die augen schließen müßte, wenn ich mich mit autobahnüblicher geschwindigkeit dem kreuz erfurt nähere.]

vielen dank im voraus und mit freundlichen grüßen,
frank lachmann

(nein, leider natürlich keine antwort bisher. und das schild ist immer noch das gleiche.)

[ frank l. | 2005-08-15 | 22:26 | # ]

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"kennen sie das gefühl der weltunbewohnbarkeit?"

[ frank l. | 2005-08-15 | 17:16 | # ]

fremdreferentielles auslachen

ich war auch ein wunschkind. ich hab' mir andauernd sachen gewünscht.
wobei es, genaugenommen, damals eher "wollkind" hätte heißen müssen. aber daß das idiotisch klingt, war mir schon in jenem zarten alter bewußt. ganz zu schweigen von "willkind", of course.

[aber im gegensatz zu vielen klassen- und alters-kameraden haben sich meine eltern mich nicht nur gewünscht, sondern wirklich gewollt. und das tun sie auch heute noch. einer der gründe, weshalb ich nie meinen nachnamen geändert habe.]

weniger kryptik!

[ frank l. | 2005-08-12 | 13:32 | # ]

 

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