fausi

"letzten sommer hatte sie mir ein foto von sich nach istanbul geschickt (...), und als ede es gesehen hatte, sagte er: 'wenn dich jemand aus der scheiße zieht, dann sie.'"

komparativ des tages: "whatever".

[ frank l. | 2011-11-30 | 00:00 | # ]

s/moll

nähern / nah / nähen / naht / nähe / nähte (ich&mich, dir, wenn). ~

"the power of love" läuft im kinderkarussell auf dem weihnachtsmarkt, und die kinder gucken verdutzt, während holly johnson "purge the soul / make love your goal" singt, aber das hat nichts zu sagen, kinder in diesem alter gucken immer verdutzt, wenn sie auf einem karussell sitzen während die eltern beglühweinend drumherum stehen und sich über überohrenmützenmode für vierjährige austauschen an so einem sogenannten verkaufsoffenen sonntag. ~

unauffindbar in trockenen tüchern und lauten hirnen. mittendrin im konjunktiv, er weiß es nur noch nicht. ~

nehme mir vor, "advent" unbedingt wieder aus der whitelist des adblockers zu entfernen. "laut hören" steht auf einem plakat, und ich schmunzle ein wenig, weil ich über semantik nachdenke respektive daß damit ja gerade /nicht/ der akt des hörens gemeint ist, aber doch eigentlich gemeint sein sollte, in der besseren welt, in der wir, die guten, über semantik nachdenken und musik schätzen und vor allem auch nicht /schmunzeln/, denn "schmunzeln" ist ein grauenhaftes wort, also gucke ich schnell wieder der situation angemessen. ~

passen: ab-, ver-, hin-, zusammen-. ~

klar: it's the last goodbye, i swear, behaupten the kills, aber die haben leicht reden. i'll protect you from the hooded claw / keep the vampires from your door. und ich gucke verdutzt, seit 2011. ~

atem und wein

[ frank l. | 2011-11-27 | 14:51 | # ]

extrawelt

es ist kurz vor zehn bei tageslicht, der bass pluckert zum nebel passend so launisch in der gegend herum, der kaffeebecher wärmt die fingerkuppen jener hand, die nicht auf gerade dem display fehlende nähe per umts auszugleichen versucht, und dass der track instrumental ist (aber das sind eh fast alle), ist gut, weil angebracht, an diesem kurz vor zehn bei tageslicht, denn er verwirrt nicht mit inhalten oder eigenem /content/, sondern macht platzda für eigenes geplucker, damit die gedanken zum nebel passend launisch in der gegend herumschnarchen können, und plötzlich kommt da sowas auf einen zu, das, wenn es mal groß ist, vielleicht ein /break/ werden könnte, momentan aber nur eine art erlösungsversprechen, eine septime, aber immerhin die, ein contentcrescendo sozusagen, und dann schieben sich auch noch die wolken weg und machen platz für die kitschsonne, genau im richtigen moment, und es ist zwar immer noch kurz vor zehn bei tageslicht, aber bei /anderem/ tageslicht auf einmal, das kleine breakchen ist genau in so einem höhepunktähnlichen mittelpunkt und die sonne strahlt die anderen menschen an, wo kommen die eigentlich auf einmal her?, und man grinst wegen des klischees und des soundtrackartigen moments und die nicht nur der bass pluckert jetzt sondern auch die sonnenstrahlen und das eigene grinsen und der rhythmus des fingerkuppentrommelns auf dem kaffeebecher und "pluckern" wird zum wort des tages, und der nebel ist auf einmal ja auch kein nebel mehr sondern ein meer, und das launische ist auf einmal ein /gefälliges/ in-der-gegend-herumdenken, stealth-modus, der tag kann endlich beginnen, fuck it, wie einfach man doch gestrickt ist, wie einfach ich doch gestrickt bin, aber musick cures you of time und dieser track eben heute ganz besonders, kragen hoch respektive kapuze auf und absprung.

[ frank l. | 2011-11-16 | 23:49 | # ]

halten:

im arm, die welt an-, die klappe, uns fest-.

(20†2)

[ frank l. | 2011-11-15 | 12:05 | # ]

ich weiss nur noch von licht /
zen arcade

alles auf anschlag, achteinszwo auf der rechnung, aber ein rezept gegen galgenhumor gibt's nicht. auf dem heimweg wieder gemerkt, dass die guten platten von hüsker dü eben doch nach leatherface klingen, und umgekehrt, und eigentlich ist das ein kompliment für beide – wenn das nur anderswo auch so einfach wäre mit der entspanntheit zwischen den extremen. kurzfristig neuer lieblingsbegriff des tages "auflösungszeichen", kurzfristiges amüsieren über dessen mehrdeutigkeit (und natürlich über wikipedia, "macht erhöhung oder erniedrigung rückgängig", logisch) und kurzfristig verliebt gewesen in eine .. nachricht – die wir ab sofort nicht mehr sms, auch nicht whatsapp, sondern bitte doch einfach nachricht oder mitteilung nennen wollen – auf dem display des hosentaschendingsis. die welt vermisst 'nen buchstaben. eins geteilt durch a case of you, lächelversuch im aufzugspiegel kurz vor schluss, dann vorhang und mehrwöchige aufgekratztheit. außer ich. selbstwahrnehmung als nice price.

("was reg' ich mich auf" // "blaue augen, blaue flecken")

[ frank l. | 2011-11-09 | 00:06 | # ]

 

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