angrillen

kulleraugen und sonnenlicht und positivität als geradezu exakter gegenentwurf zum allem gewohnten, zu aller verruchtheit und kaputtheit und komplexität oder besser kompliziertheit oder besser komplikation, die man sonst so tragisch schätzt im leben. auch nur eine sache von gewöhnung, vermutlich, natürlich. die harmlosigkeit dann aber schnellst als strategie interpretieren, als taktik deuten, den greatest trick the devil ever pulled durchschauen und dabei mitspielen, in der übereinkunft des bescheidwissens: ein "okay, let's play, life!"-pakt. unschädlich ist zu( meine)m glück nicht unbeschadet. harmlosigkeit als herausforderung: darauf noch einen schnaps oder vier. unsere wellenlängen sind nicht so unterschiedlich, wie du mir vormachst. oder ich mir. ist aber auch völlig egal. you'll learn, dear devil.


[ frank l. | 2012-02-26 | 11:13 | # ]

fokuss

wir sind die ewigmorgigen. abstrakt as fuck, verwirrt von und wegen einander. der schnee von gestern ist gefroren, der song von heute gehört uns. einander mal. halt' mich im arm und deine klappe. wir wär'n jetzt gern ein teil von uns, grübeln aber in entgegnende richtungen und kichern dabei, als uns der kitsch bewußt wird. verschwendung & kiss me back to life. plötzlich heißt der song wie du & das lächeln steht dir so gut, das ich dann morgen bemerken werde, wenn dir einfällt, daß ich da war. man soll seine ziele im auge haben, sagen sie, die anderen, die ihre ziele im auge haben. wir sagen "ihr habt wohl recht" und durchschauen uns nicht, wenn wir uns angucken, zum glück.

"stumpfsinn ist ein exaktes wort, ich liebe es."
(– markus werner, zündels abgang)

[ frank l. | 2012-02-22 | 23:26 | # ]

im/um bruch

es gibt die, denen das alles egal ist, das mit dem valentinstag. es gibt die, denen das so egal ist, daß sie es mehrfach überall kundtun. es gibt die, die blumen verschicken, und es gibt die, die das ironisch tun, und es gibt die, die sich vormachen, es ironisch zu tun, oder jemand anderem, um ironisch zu wirken. es gibt auch die, die darüber kaum nachdenken, oder jedenfalls weniger als die analysierer und herzkranken, als die abstrahierer und die blockierten. und dann gibt es noch die, denen aus diesem anlaß berührungen einfallen, und wochentage. die sich beim aufwachen daran erinnern, noch bevor ihnen das datum bewußt wird, weil das datum sowieso vollkommen egal ist, weil es immer, weil es jeden tag so ist, also – die, die sich beim aufwachen an diesen morgen in jenem sommer erinnern, an das geräusch von regen und das gefühl von unzerstörbarkeit und an den seit damals schief im kopf herumhängenden vergleich mit der bildskalierung im browser, an das "scaled to 17%"-gefühl in verbindung mit "wenn ich jetzt klicke, wird's riesiggroß". die sich an die nicht mehr so fremden finger auf dem eigenen bauch erinnern, beim aufwachen, an seltsam verstörtes knutschen damals, verstört wegen der unverhofftheit und der irritation und der verzweifelten suche nach mißtrauen in der nacht zuvor. die das wissen um das potential nicht mehr los werden, seitdem. die keine absätze mehr machen können, weil sie atemlos denken. die das gefühl nicht mehr loswerden von den fingernägeln im nacken am abend zuvor, an splitterndes glas, und an überalles funkeln. die eine wahrnehmungserinnerung nicht mehr los werden: von gemeinsamem schweigen, schwingen und schwelgen. von der sanftheit weniger worte, von der sanftheit der wenigen worte, vom verständnis. vom rhythmus deines atems, von leere, und vom genießen der leere. vom aufwachen. die, denen an diesem morgen, aber eben an jedem morgen, einfällt, wie es ihnen andauernd einfällt, wie das war und sein könnte und gewesen hätte sein müssen und sollen. die sich an das gefühl von möglichkeit erinnern, und die durch all die arschgesichter und schnittblumen an diesem idiotischen ritualtag da draußen daran erinnert werden, das endlich mal notieren zu müssen, wie man sich so fühlt, wenn man fühlt. aber zu denen gehöre ich auch nicht.

"wenn es gut ist, wird es schön sein."
(– olli schulz)

[ frank l. | 2012-02-14 | 22:15 | # ]

 

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