begleiterscheinung (plus eins)

es gibt keine erklärung, weil es keine absicht gibt – soweit ist man dann schon mal mit der erkenntnis, im april, wenn es wieder frühlingt seit januar und die draußenkälte in drinnendrinks aufgewogen wird und der herzschlag bei kontakt immer noch in baumhaushöhe klettert. da saßen wir schließlich in jenem alter, das zur selbstwahrnehmung heute gehört hätte, auch schon – passt. mir fallen analogien und metaphern ein, aber keine schemata, keine lösungen, noch nicht mal ordentliche probleme, nur situation und moment und wahrnehmung – und wenn /der/ groschen fällt, also die vollständige loslösung passiert von dem wahn, es müsse ein ziel da sein, ein ergebnis: dann!

"zusammen sind wir feuer" schreibt eine andere über andere, meint damit aber vermutlich trotzdem uns.

(schalt' das navi ab, wir werden schon unfallfrei irgendwo ankommen.)

[ frank l. | 2013-04-17 | 18:29 | # ]

die umstände.

reflek/tier

nachtträume von unverwundbarkeit und nacktheit, von nervosität und schwarz. tagträume von genau dem gleichen. das erste gesetz der psychodynamik: auch auf kalten füßen kann man stehen, wenn's wenigstens am brustkorb warm ist. irgendwas wird sich dann schon an- oder ausgleichen. das schlimme ist: es funktioniert immer. wieder. ~~

these are the days, setzt du an, und noch bevor du "of" hauchst, ergänze ich "lass' den scheiß". überreflektiertes gequatsche hab' ich selbst schon genug in meinem kopf, das macht mittelfristig auch nur traurig (und der große trick, dem man so oft auf den leim geht, ist ja eben dieses mittelfristige, das sich so gut tarnt – als wären nähe und ferne bedeutender, als wäre das /sofort/ und das /ewig/ irgendwie wichtiger als das /bald/) – und traurig ist doch das, was wir nur kennen, aber nicht können. und diesen letzten teil denke ich mir nur, weil er altklug klingt, ich mir also alt vorkomme als ich ihn zulasse. ohne komma. ~~

[ frank l. | 2013-04-01 | 19:34 | # ]

 

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