(die dazu führen, dass wir uns finden.)

das herz rast und der kopf kokst, manchmal auch umgekehrt, weißwein ist im spiel, alles nur mittel zum zweck, jenem, der erst noch verborgen liegt und im nachhinein -viel später- für staunen und wundern sorgt, als antrieb und als offensichtlichkeit. so war das also, werden wir sagen, wenn wir versuchen, uns uns zu erklären. verwegenheit als vorstufe: ein bisschen irrlichtern, ein bisschen luftanhalten, ein bisschen taumel und ein bisschen wunsch, ah!, wunsch, der anlass des sogenannten kleinen mannes, und affekt, der zweck ebendessen, klein höchstens angesichts der möglichkeiten – ein bisschen puls also und ein bisschen mehr mut als sonst, den schwung des hinausfallens ("noch einen auf’s haus?") mitnehmen und dann vor dem späti landen ohne, endlich, den kopf und das denken.

im rückspiegel vermischen sich interpretationen und deutungen mit analysen und erklärungen, aber, obacht, wenn sich zwei rückspiegel gegenüber (einander) stehen, passiert ja zwangsläufig resonanz: als wären sich beide passiert, als würden sie abfärben, nicht mehr ein außen reflektieren sondern eine rekursion darstellen, für die sie eigentlich erfunden wurden, am ziel ("meinten sie zweck?") angekommen, wenn du denkst du denkst dann .. benötigt man ordentliches threading, oder eben aufgabe und hingabe. lieber letzteres, zwecks (!) feuerwerk. auch wenn man’s damals noch anders nannte.

sich gegenseitig die sehnsuchtversatzstücke vom körper lecken, wärme & irritation, strahlen und sprühen, enthusiasmus und unbesiegbarkeit, weihnachten und hinterhöfe: fremdgesteuert von diesem ding, das man so vorher nicht kannte, das da in einem wohnt, grinsenmüssen bei thenational-lyrics und you know i dreamed about you, matt berninger hat sich nur unwesentlich verzählt bei den jahren before we saw each other, das ding also, das da in einem wohnt, das einem neu erscheint: plötzlich emojis, plötzlich albern, plötzlich plötzlich. nicht beendbare prozesse im taskmanager, keine sorge, der tut nichts, der will nur staunen. du fehltst mir. wie schreibt man zweifel? "wenn du lachst, gehen drei sonnen auf", übersetzt: kommt ein nordnorweger ins solarium.

kirmes im kopf und kopf in kissen und kissen als tippfehler. neue defaults, neue richtungen, neue prioritäten, neue probleme und neue körperwahrnehmung (nämlich: alles außer kopf, so ist das also). neue tiernamen sowieso ("erdbär"), durchseelte relevanz – verwegenheiten in jenem moment, deren möglichkeit, deren potential, deren ahnung so immens in die zeit hinterher leuchtet, dass neue begriffe benötigt werden, und textwürste und abstraktionen, und kärtchen und gefallen und verschiebungen von ebenen und bedeutungen. textur, tektonik, taxonomie: so ist das also, plötzlich. und über die sache mit den träumen ("wohin?" – "neukölln.") müssen wir auch noch mal dringend reden, also über die sache mit den einen fantasien und den anderen, vor allem den anderen am liebsten, und nicht nur reden, überhaupt, reden, allein das wort schon.

gelenkeknacken nicht mehr als übersprungshandlung, sondern als ganz absichtliches tool fast wie bei luziditäts-checks: ist das echt? was passiert? schädel-mrt vorsichtshalber. aber mit vagen vermutungen, wattig, nicht ganz greifbar, aber schon nicht mehr als monolog, dass da vielleicht in hirn+herz dieser schritt passiert (!) ist. wie bei einer fähigkeit, einer fertigkeit, einem wissen: plötzlich (!) ist es teil von einem, und umgekehrt, und es geht nie mehr weg, sondern weiter. jetzt, bald, immer.

("im blick nach vorn entsteht das g.." – schnauze. nur grinsen. und feuerwerk. mach’ mir nicht so viele gedanken.)

wörd mit ö.

[ frank l. | 2017-03-08 | 23:53 | # ]

feuerwerk

wenn sog. gefühle vielleicht (fast hätte ich geschrieben: jedoch) als ableitung von zuständen betrachtet werden – mathematisch gemeint, also als funktion, deren veränderung (nicht deren wert) entlang einer achse beschrieben wird – wenn gefühle also gewissermaßen (nur) ausdrücken, wie das (beispielsweise) bewusstsein, die wahrnehmung sich verändert entlang des außerhalb, in relation zur welt, die nicht man selbst ist –

wenn bei einer konstanten wahrnehmung (aka: alltag) gewissermaßen keine gefühle mehr mitspielen, wenn & dass (konkreter) ablehnungen oder sehnsucht, furcht oder liebe, dass all jene nur im rahmen einer veränderung stattfinden, und wenn also, eben drum, gefühle nicht nur plumpes symptom (eines zustands) sind, sondern wenn man banan-, verzeihung, banal-psychologisch -obacht!- als stammfunktion ein movement, einen fortschritt (egal in welche richtung), eine bewegung rausdeuten kann, anhand des auftretens von gefühlen:

das alles würde doch bedeuten, dass es da noch weitere ableitungen gibt, einerseits, gefühlsveränderungsanzeiger, second level feels, meta-gefühle, beschleunigung vs geschwindigkeit, – und andererseits auch, dass da neun zehntel der menschheit (die neun zehntel mit den ratschlags-kolumnen und den banalitäten, die neun zehntel wo romantik "rosen und kerzen" bedeutet, die neun zehntel, die traurigkeit als gottgegeben durchleiden, die neun zehntel also, die carpe diem für eine weisheit halten und schüsslersalze für inspiration) da gewissermaßen auf dem holzweg war, ist, und immer sein wird.

denn: es geht doch eher um die veränderung von furcht, um den kontrast zwischen angst und mut, um den wechsel zwischen zuständen, um die differenz zwischen gleichgültigkeit und euphorie, um den abfall oder anstieg von liebe. um’s werden, nicht um’s sein. sich passieren als ursprung, sich spüren als anlass, etwas wollen als antrieb.

also: wenn.

(ja: so sehr mehr und weiter rational verkopfen, bis man am ende schließlich wieder als gefühlsmensch dasteht: hashtag circlejerk.)

[ frank l. | 2017-03-06 | 10:49 | # ]

 

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