nähe

so ein plump hingeklatschtes like-cta irgendwo bei facebook, ob denn nicht "jedes literarische werk" sowieso ein "fragment einer sprache der liebe" sei, das mir dann doch mehr gedanken macht als ich es vorher geahnt oder hinterher zugegeben hätte, also höchstens meta, bäm:

wenn alles "ein fragment einer sprache der liebe" ist, oder vielleicht eher noch: kein fragment, sondern ein *artefakt* (das trüge zumindest einen hauch mehr unabsichtlichkeit im subtext, bilde ich mir ein) – also ganz im banalsten aller woody-allen-zitate, love & death als antrieb von allem, das in der welt passiert – könnte man die banalität des gedankens vielleicht zumindest auf’s *passieren* lenken, also damit auch wieder auf die unabsichtlichkeit, will sagen: wenn alles, was gedacht wird, einerseits "passiert", und andererseits form, ausdruck, artefakt von liebe ist auf die eine oder andere weise (und liebe ja auch nur ..), würde das nicht liebe zu einer banalität machen wie atmen, furzen oder glotzen?

nein, weil: wenn alles (verkürzt:) liebe IST, entsteht ja auch eine neue terminologie, eine neue taxonomie, innerhalb dieser artikulation liebe. der maßstab wird anders, die granularität, die verändern sich, aus einszuzehnhochx wird einszuzehnhochy, man rutscht näher ran (oder weiter weg, je nachdem, als wer man sich sieht) –

i carved your name across my eyelids. jetzt, bald, immer.

[ frank l. | 2017-08-15 | 23:39 | # ]

 

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