i sing myself sick about you

dass vorgänge in der natur grundsätzlich analog (fließend) ablaufen – dass übergänge (in jeder dimension) also nichtdigital, nicht sprunghaft ablaufen – bekannt. geschenkt. dass digitalität eine erfindung der notwendigkeit ist, daten zu transportieren, ein theoretisches hirngespinst ("meinten sie hirnfick?") um analoge daten abbilden und übertragen zu können, aus der unfähigkeit heraus, mit vektoren bis rein in die atomare größenordnung zu gehen, dass alles gewissermaßen nur um AUFLÖSUNG geht – da wird’s dann schon interessanter, dachte er sich so beim aufwachen, zwischen morgenlatte und kaffee.

"hast du nicht gesagt, dass du eigentlich ganz anders bist? //
umstände hier haben sich ganz und gar vermischt." (karies)

wenn vielleicht das digital erlebbare, spürbare, also sowaswie überraschung oder spontaneität, die dann in allerkleinster granularität vielleicht auch "analog" ablaufen, aber eben in der sache plötzlich ("meinten sie sprunghaft?") wahrgenommen werden, mit schock, mit krassheit, wie eine verknallung oder eine idee – wenn all das mit digitalizität behaftete nämlich vielleicht gerade deswegen (und nur deswegen) so intensiv wahrgenommen wird, weil es versucht, das analoge und fließende abzustreifen, also weil es sich nur digital tarnt, indem es unnatürlich, ungewöhnlich rüberkommt: wenn man den effekt und die masche mal gewissermaßen rausrechnet bei einer plötzlichkeit, bei einem schock, bei einer verliebtheit, könnte dann unter umständen, ganz vielleicht, nicht die subjektivität schuld bleiben, also die begeisterungsfähigkeit und das staunen? beweislastumkehr pervers?

"it’s not the singer, it’s the song" (the walkmen), bzw vielleicht eben auch mal andersrum. wer weiß das schon, so zwischen morgenlatte und kaffee.

[ frank l. | 2018-07-13 | 17:30 | # ]

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eines der probleme bei, beispielsweise, der suche nach einem guten (..) mischungsverhältnis, ist ja die veränderung der urteilskraft mit zunehmenden variationen/testexemplaren. will sagen: "je betrunkener, desto subjektiver der schnaps" ist halt auch nur eine variante von "je tiefer drin man steckt, desto weniger piert man ka". if you know what i mean, knicknack.

abstand, meine lieben hasen im publikum, ist aber -plot twist!- auch nur dann vonnöten, wenn es um eine wissenschaftlichpragmatische entscheidungsfindung geht, und also bei sagenwirmal emotionalen belangen ("meinten sie gefühlskacke?" – geh’ scheißen, google) in gewisser weise kontraproduktiv, i mean, je betrunkener man ist desto egaler halt auch die weinsorte, wa?

schrödingerkatzenesk geradezu lässt sich hier (wo?) wie fast überall (obacht: rhetorische übertreibung) kein mittelmaß finden, das zufriedenstellend antworten gäbe. schwarzweiß war halt schon immer angefuckingmessener als dieser graustufenkack, der in astrologie und lightprodukte gehört. tl;dr: entweder kopf oder herz. (die entsprechende betonungsverteilung für den vorangeganenen satz dürft ihr euch würfeln oder sonstwohinschieben. oder beides, in zueinander passenden anteilen. link in bio. miau.)

[ frank l. | 2018-04-04 | 23:50 | # ]

#twtd

man könnte da teenie-emo-gleichnisse draus stricken – wie man sich, früher, als es noch kein google maps gab, mit papierlandkarten ja auch gelegentlich verfahren hatte und das dann erst sehr spät bemerkt hat und dann umdrehen musste und genervt zu spät am ziel ankam, und wie man sich, heute, sofort beim falschabbiegen von einer app zusammenscheißen lassen darf, also gewissermaßen keine chance mehr auf verfahren hat, und, zurück zum gleichnis, wie man (those were the days) aus der möglichkeit des fehlers einen input ziehen konnte, wie man neue orte und stimmungen ganz nebenbei kennengelernt hat, aleatorik olé, und wie einem das heute in der hinsicht eben fehlt und man kaum noch inspiration findet durch überraschung, weil es eben kaum überraschung noch gibt, und, ja, wir kommen zum punkt, wie man diese erkenntnis dann auf älterwerden und kognitive langsamkeit geradezu überstülpt, und dann herauskommt: ihrwisstschon, skepsis und nostalgie, aber auch motivation dank erkenntnis, der erste schritt zur ichlachmichtot.

(die stimmen singen drüben auf der anderen seite /
heute ein lied, das du noch nicht kennst.)

mal im ernst. es gibt diese kleinen fremdausgelösten artefakte in einem durchschnittsleben – ein zufall hier, eine formulierung dort, ein songfragment im hintergrund, ein bestimmter geruch am falschen platz, völlig egal – an denen jedes halbwegs ernstzunehmende hirn in totalen zynismus umkippen MUSS, wenn es noch einen kleinen restlebenswillen hat. und den hat es ja gerade inhaltlich, WEIL da so ein erkenntnisgewinn vorausging. nee, halt, der lachmann schreibt wirr, ich drösel’ das nochmal anders auf: gegen das durchdrehen und überschnappen hilft ja tatsächlich, DASS man merkt, dass man durchdrehen und überschnappen MÜSSTE in einigen momenten. ja? nein? vielleicht? doch?

(ich leb in einem wilden wirbel der mich greift /
und mich aus der dunkelheit schleift)

"their loss", meinetwegen – hilft dann ja auch nur so lang man’s sich selbst nicht glaubt. henne/ei, wer war zuerst tot? perfidizität in großbuchstaben. nein. da fahren wir mit "those were the days" echt besser, dank unauslöschbarkeit (hausaufgabe: parallelen zu informationstheorie und datenkomprimierbarkeit stricken). jetzt, bald, immer.

(und wir, wir werden frei sein / und doch nicht unverbunden //
mit neuen strategien / und gefälschten biografien)

[ frank l. | 2018-01-27 | 23:00 | # ]

 

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