(list)

"bist du verknallt?"

"nicht so, wie du den begriff verstehst, nein."

n. zog die linke augenbraue hoch und mir fiel das unnütze halbwissen ein, dass ein großteil derer, die überhaupt eine einzelne augenbraue getrennt von der anderen bewegen können, das ausschließlich mit der linken tun. oder können. in dieser unnützen halbsekunde machte mich so eine erkenntnis auf eine vollkommen irre art glücklich und zufrieden: dass ich die bewegung ihrer augenbraue wahrnahm und schätzte, und dass ich dabei vielleicht sogar lächelte.

"hmm. was ist dann los?"

schnaps. dann:

"manchmal denke ich darüber nach, wie granular klein man einen moment machen muss in der betrachtung, bis er sich loslöst von stimmung und meinung und kontext. bis er als solches .. objektiv wird, meine ich. also: eine sache, die ja aus einzelnen stückchen zusammengesetzt ist, aus so einer melange von absichten und bewegungen und zeitpunkten und farben und teilen und wellen und blicken und kram, die dann "etwas" ausmachen in der gesamtheit – wo doch ein einzelnes muskelzucken überhaupt nichts dafür kann, dass es teil eines miesen ganzes ist. ich meine: auf welche detail-ebene, wie tief muss man etwas runterbrechen beim betrachten, um subjektivität da raus-zubekommen? wie sehr im detail muss ich etwas analysieren, um meinem kopf die möglichkeit zur wertung zu entziehen, dem kontext den boden unter den füßen wegzu.."

"okay, du bist verknallt."

sie senkte die augenbraue wieder und mir fiel auf, dass ich sie mochte. rhythmisches rumdenken.

[ frank l. | 2015-11-21 | 13:31 | # ]

sleep/archive

schlaflos in duattle, dachte p., über das siezen war man ja eigentlich mittlerweile auch weg, aber der kalauer erschien ihm nicht mal selbst ausreichend originell, um deswegen die mundwinkel zu verziehen. er rückte sich die kopfhörer zurecht und begann runde 5 um den block, um seinen, und konnte sich nicht recht entscheiden, ob er diesmal auf die musik achten sollte, die situativen unterschiede zur vorrunde herausfinden oder schritte zählen. wie bei allen monotonen tätigkeiten ermüdete ihn nichts davon: mit der erzwungenen leere kamen die gedanken, mindestens jene über die leere und die nichtgedanken, und spätestens jetzt zuckten seine mundwinkel dann doch.

beim googeln der exakten definitionen von sarkamus und ironie verlief er sich, also: er blieb stehen, dachte kurz über den begriff verlaufen nach, vergaß dabei wieder die diesmal zurückgelegte schrittmenge und wunderte sich kurz (also: schon nicht mehr) bereits beim vorletzten track des albums angekommen zu sein und fast alle vorherigen nicht wahrgenommen zu haben. was jetzt noch zum durchmachenwollen fehlte, waren eigentlich nur gut gemeinte & zwecklose ratschläge. für runde 6 nahm er sich also vor, die hände in den taschen zu lassen, und die ironie im wording.

the night was dark, they usually are. hart langweilig.

[ frank l. | 2015-11-18 | 02:59 | # ]

fürzehnter

hinter der hirnrinde ein verschwommenes bild davon, wie wir aus einer spelunke raus und die straße entlangstolpern, wie wir uns sehnen nach einander und wie sich unsere haut anfühlt, jeweils und gegenseitig. pelzig und hypnotisch, mit säuseln im ohr und zittern im kopf – "ich glaube, ich würde dich jetzt gern küssen", affekt ahoi, überhaupt halt: mehr affekt. ein nebliges bild von abwechslung und kitzeligkeit, sprache als chiffre und regen als kontext. in den herznahen furchen wirbelt und summt es panisch, weil wir das mit dem puls nicht mehr kennen, der fremdnebel flüstert "i missed you", und wir erschrecken und halten uns ein bißchen fester vor lauter verwirrung, für den rest der nacht und eigentlich noch viel länger. das klappehalten federt so angenehm. überhaupt halt: halten, ey.

[ frank l. | 2015-11-13 | 16:33 | # ]

warm graves, 2015-03-03, kantine am berghain

"one day ships will come" haben sie gebrüllt vor ein paar abenden auf der eigentlich zu niedrigen bühne, an dieser einen guten perfekten angemessenen stelle MITTENdrin, und es war neblig und toll nicht einfach nur auf die sowieso bekannte und immer wieder neu aufgelegte art wie ein konzert eben "toll" ist, sondern es war TOLL in großbuchstaben, schließlich war im nebel dieser lilafarbene schimmer zu erkennen und auf der leinwand hat sich ein mond gedreht, also ein bild von einem mond, also irgendetwas das vielleicht mal ein mond hätte gewesen sein können, jedenfalls: die jungs haben gebrüllt an den stellen, an denen auf der platte irgendwo ganz entfernt so ein chor durch den eingebildeten nebel durchsakralisiert. und es hat gepasst, zu allem.

neukölln schneit, im märz, und das pärchen gegenüber, das noch nicht sehr lang dort wohnt, übt tanzschritte, während ich die platte immer noch und immer wieder und immer weiter höre, mit den brüllenden chören und den sakralen monden im hintergrund, in kopf und wohnung, während ich durch den schnee den tanzschritten zugucke und über den fünften stock nachdenke und über die ships, die da vielleicht mal comen werden. (zuversicht und so. wenn wir schon von nebel reden.)

[ frank l. | 2015-03-06 | 22:16 | # ]

aus bruch

chlorhexamednasenduschen als erkältungsausräucherungsstrategie, aszendent ibuprofenglückskekse, nebenbei flug-, hotel- und zukunftsbuchung als astreine übersprungshandlung: ein mittwoch, wie er im ebook steht. währenddessen ziehen tagsübersachen und erwachsenseidinge vorbei wie gschichtn ausm paulanergarten. beim wachliegen nachts im bett schließt die grübelpräzision dann den vierten höllenkreis, den des kopfs, denn schließlich (.. aufzeichnung ab hier unleserlich). "weniger präzision", sagt der therapeut, und vielleicht fängt man damit ja mal am besten im sozialen an.

[ frank l. | 2015-01-07 | 20:43 | # ]

copypastebook

world peace actually is some of my business, denke ich auf dem heimweg, kurz bevor die pizza fast zeitgleich arriviert, und beim stillen ausformulieren des begriff "arriviert" lache ich süffisant, aber auch nur still, denn sonst würden mich alle für bescheuert halten, hauptsächlich jedoch der pizzalieferant, der den begriff "süffisant" ja entweder nicht kennt und mein grinsen als debil abtun würde oder ihn eben sehr wohl kennt und mich dann zurecht fragen könnte, ob ich mich da vielleicht in der semantik verheddert hätte.
deine mudder arriviert, dächte ich dann, und was weiß der denn schon vom kopfkino tagsüber, das so süffisant kribbelt. world peace is only my own private business, you fuckers.

mein ruin ist mein bereich

samstag, kurz vor magengeschwür. das laute kind im innenhof spielt eisverkäufer & gibt der vermutlich erziehungsberechtigten auf der bank am rand ein plastikwaffelhörnchen vollgepackt mit sandkastensand. jene fragt "oh, schön – ist das vanille oder erdbeere?", das kind antwortet "das ist saaaaaaaand, du doof!" und bekommt zumindest für heute für die beste aller möglichen antworten von mir lärmnarrenfreiheit.

denn ich bin nicht einer von euch

(deafheaven, oktober13 im magnet, überrumpelt worden mit einem der besten konzerte des jahres; der sänger wie eine mischung aus serial killer und golfspielender bankangesteller gewissermaßen aus dem hurts-casting-bilderbuch gepellt, der rest der band dezent-elegant im hintergründigen krachgarten kopfnickend; im publikum nicht /nur/ blackmetal-hipster, sondern auch staunende fragilkleine mädchen und harleydavidsonbärchen; an der bar clubmate-whiskey und im freien dann später sauerstoff und kopffreigeblasene heimfahrt – und vorher und nachher "vertigo" als einen der bestablenkendsten songs von allen, ever, immer, in permanenz und allen lebenssituationen. musik zum umfallen.)

mein ruin ist was mir bleibt

im innenhof spielt hier oft ein sehr anstrengendes (lautes) kind namens gary. jedenfalls wird es von einer weiblich-elterlichen stimme so immer mehroderweniger zur ordnung, mindestens aber auf jeden fall ebenfalls sehr laut gerufen – gary, los, gary, jetzt mach' schon, garygary!, komm. meine anfängliche verwunderung über die anachronistische und sogar für neureiche hipsterstandards doch ziemlich ungewöhnliche nachwuchsnamensgebung wich aber soeben einer auflösung dank meines balkon-logenplatzes mit liveshow: gerufen wurde nicht die pegelhöllenmaschine, sondern der lethargische väterliche elternteil dieses namens. call to action auf level zwo, gewissermaßen.

gary steht jedenfalls, wenn ihm von der mir weiterhin unbekannten weiblichen innenraumstimme befohlen, aus seinem gartenstühlchen auf, geht zum mir namentlich nicht bekannten sprössling in richtung sandkiste oder schaukelpferdchen, tuschelt ihm irgendwas ins ohr und setzt sich wieder. gary junior plärrt dann meist nach wenigen sekunden weiter, aber die umstände und details dieses innenhoftheaters interessieren mich jetzt natürlich noch mehr als vorher. verdammt.

wenn alles andere sich zerstäubt

(auf dem heimweg in schluffi-camo-hose & bankräubermütze, mit der spätitüte voll spezi/pringles/snickers/klopapier in der hand, an einer gruppe gallery-weekend-bloggerinnen vorbeigelaufen. dabei als überprungshandlung so getan, als wär' ich eine performance mit nasepopeln. bestaunt worden (glaube ich). das wichtigste hier in der mitte-hood ist ja auch immer die contenance.)

[ frank l. | 2014-07-27 | 13:53 | # ]

was du nicht sagst.

(manchmal fehlt ja nur rhythmus, also takt, also – eine art choreographie-raster für das chaos, ein drill instructor für's kognitive. dann kommt der richtige song um die ecke und das richtige wetter und die richtige uhrzeit und die richtige führung und der richtige kontext, und mit all dem kitsch und overload und der selbstwahrnehmung als dramaking schubst man sich in eine szene mit zigarettenrauch und angemessenheit, mit nackter haut und tränen, mit manie und selbstauflösung, mit grauer schrift auf schwarzweiß, mit flüstern und flanieren, und mit gier nach jemandem, und allem, und niemandem. subtext, du feige sau. klammer zu.)

denn das unartikulierte ist das eigentlich kommunizierte, alles muss einfach (genau, einfach) nur anders gelesen und gehört werden: sprache ist das rauschen, inhalt ist content und king bin ich, also gewissermaßen: die message, der informationsgehalt, das entropie-ding ist das, was die idioten für subtext halten, wenn sie wüssten, was subtext ist. anders: blinzeln und zucken lesen, körperhaltungen und kontexte verstehen, geflüstertes und berührtes interpretieren. /nur/ so. bevor du vor langeweile stirbst und vor einerlei und trägheit.

[ frank l. | 2014-05-08 | 09:59 | # ]

the reflektors

an einer stelle mitten im konzert, kurz nach sprawl ii, nuschelt win butler "okay, whatever, show's over" und geht fast von der bühne runter, mit so einer mischung aus besoffener arroganz und gespielter rockstar-gleichgültigkeit, und kommt dann nach einem lall-intermezzo am keyboard-mikro wieder zurück nach vorn und grinst für eine sekunde ungefähr so wie jemand, der einem anderen gerade einen geldbeutel an einem nylonfaden vor den füßen weggezogen hat, als dieser sich bücken wollte. und in dieser sekunde, in diesem blick und in diesem grinsen, in diesem einen augenblick und in /seinem/ blick steht "wouldn't it be weird if i was actually doing that kind of thing?, would you all really be here tonight if we were a band that says and does arrogant shit like that?, i sometimes wonder myself how it would feel being someone like that, and, hah, for half second there i had you, thinking 'what's happening?', but don't you all sometimes wonder how all of this would feel like if arcade fire was a shitty rock band?", und nach eineinhalb sekunden geht das aber in den nächsten song über und der ganze laden ist erleichtert und glücklich und überrascht von sich selbst, vom ertapptsein und von der eigenen unsicherheit, die da im hinterkopf hockt, vom reflektieren, und merkt: huch – reflektieren. geiler scheiß.

(und dann schwitzen und hüpfen alle weiter und genießen den konfettiregen und das ganze ehrliche und gute und das zeug, das alle anderen in sog. "ernsthaften" konzertrezensionen am nächsten tag eh darüber schreiben werden. aber das mit der reflektion werden sie übersehen, die allen anderen.)

[ frank l. | 2013-11-19 | 23:53 | # ]

im meer die inseln

was wir aber vielleicht auch versuchen könnten: granularisieren. jede wahrnehmung, jeden moment, jeden affekt: aufteilen, splitten, zerlegen, in bestandteile. in grundlegendere wahrnehmungen, augenblicke, handlungen. und wieder, und weiter, in den netzwerkschichten, weil man ursprünglich viel weiter oben anfing als vermutet oder erhofft – bis ganz runter zum molekül, zum atom, das dann nicht mehr homöopatisch verdünnt im hirn rumschwimmt. sondern schutzlos und klar. den schwermut und die scherben könnten wir hinunterbrechen bis zum auskosten des einzelnen magenkrampfs als solchen, für sich, ohne nebligen zusatz von anlass und schuld und kontext. wir könnten phasen enttarnen als abfolge von momenten. wir könnten glück und liebe und begeisterungsfähigkeit herausputzen, sie als solche genießen, ohne uns darüber oder daneben oder dazu gedanken zu machen über rollen und inszenierung und erwartung. wir würden die wahrnehmung zynischer machen – nicht inhaltlich, sondern ihre syntax – weil wir dann echter und ehrlicher wären, zueinander, und zu uns selbst. und wir würden verlernen, was sorgen sind.

[ frank l. | 2013-09-30 | 20:56 | # ]

not fall

während ich gerade meinen 18 jahre alten mobiltelefonvertrag kündige, baut unten im innenhof ein cateringservice häppchen und heizpilze auf. punk war irgendwie mal radikaler, denke ich noch, als die pizza-bestellbestätigungs-sms klingelt. herbst. ~~

und dann: the reflektors. nach dem dritten, spätestens vierten mal hören verschwindet der dfa-subtext ganz angenehm hinter dem mitwippen und dem ganzen erinnerungs-emo-ding – aber kopflos genug ist der song eben nicht, da fehlt schweiß und ziellosigkeit und taumel und bauchgefühl. aber (aber!) er hat: eine idee, eine komposition, eine struktur, sogar 'ne art seele. er ist "nur" 'ne angepoppte version von sprawl ii natürlich, die live sogar gegen ende des sets (vor den zugaben) funktionieren könnte, der einen nicht völlig umhaut, der aber andeutet.. und, aber, und: der an dieser stelle exakt richtig ist. und er ist NICHT SCHEISSE. das ist ja wohl echt mal die hauptsache im moment. ~~

berlinienstraße. ~~

im radio haucht scott 'whitney' matthew, dass er mit somebody dancen möchte, und alle im raum sind so überrascht von sich selbst, wie hinterrücks getroffen von diesem melancholieding, mit bauch-herz-wahrnehmung wie gummiknüppel auf schienbein, und man sieht ihnen an, dass sie im kopf mitsingen, seufzen, während es still wird, und vielleicht ist das ja doch der einzige echte flashmob, den wir so erleben bei diesem wetter und zu dieser uhrzeit in diesem jahr. ~~

'and look at the two of us in sympathy and sometimes ecstasy, words mean so little and money less (..)' ~~

[ frank l. | 2013-09-20 | 11:43 | # ]

wahlempfehlung

fangt wieder an nachzudenken. verabscheut arschlöcher, immer und überall. und hört auf damit, euch um irgendwas zu kümmern, das euch echt nichts angeht. seid hilfsbereit und nett, und setzt auf gesunden menschenverstand und bauchgefühl im umgang mit anderen menschen. seid skeptisch gegenüber heilsversprechen, am besten generell gegenüber versprechen. seid neugierig und interessiert, und findet fortschritt gut, technischen wie auch geistigen. schafft religion ab, hütet euch vor papierkram und verwaltung und ordnungsämtern. stellt werte und wertvorstellungen anderer in frage, entwickelt eure eigenen. tut keine dinge, die scheiße sind. weigert euch, für dumm gehalten zu werden, außer ihr seid es. setzt euch für andere ein, bietet hilfe an, wenn's geht, und versucht nicht andauernd erwartungen und erwartungshaltungen zu genügen. werdet lässiger und radikaler, werdet entspannter und bestimmter. werdet libertär. macht am 22. september meinetwegen ein kreuzchen bei den piraten oder eben nirgendwo, aber geht nicht davon aus, dass sich damit, dadurch und danach etwas ändert.

[ frank l. | 2013-08-27 | 20:39 | # ]

durchbrennen ("mamihlapinatapai")

der permanente subtext macht mich fertig (- aber, klar, die grundlegendsten prozesse von allen sind ja meistens die, die für hohe cpu-auslastung verantwortlich sind). das eingebundensein in bedeutungen, wenn wir uns sehen, und in andere wenn wir uns nicht sehen. none of our secrets are physical, sagt kevin barnes. also: diese momente der gewissheit, in einem moment in deinen gedanken zu sein, und dein wissen darüber, und umgekehrt – das narrative verliert so sehr an wichtigkeit, angesichts dieser runtergeschraubten /granularität/ bis zum augenblick, bis zum moment, zum zucken einer einzelnen synapse. ze bits and ze bytes of atemberaubung. "den nächsten gang einlegen musst du jetzt aber", sage ich immer dann, wenn meine rechte hand gerade auf deinem bein liegt, und wäre ich nicht so sehr mit wahrnehmen beschäftigt in diesem moment und mit sehnsucht in allen anderen, würde ich über die doppeldeutigkeit schmunzeln.

[ frank l. | 2013-08-26 | 00:09 | # ]

verhalten (adj.)

es ist eine riesige torkelei, sage ich dann meistens, wenn du mich nach der gratwanderung fragst, die mir zu präzise bezeichnet vorkommt – eine torkelei zwischen dem sub-, kon- und every other text there is, zwischen all diesem meta jedenfalls einerseits, und zwischen der wahrnehmung und dem gespür anderer-. oder doch ein taumeln?, sagst du, und ich lächle kurz und stimme zu, bleibe im kopf aber bei torkeln, schließlich muss da eine absichts- und anlasslosigkeit mitschwingen. torkeln also. was denn eigentlich, fragst du, wir, sage ich, das mit- und zu- und in- und wegen-einander, und du seufzt kurz mit diesem blick (als ob blicke seufzen könnten, aber for the sake of unexaktheit und torkelei können sie es), diesem blick, der süffisant (allein das wort schon!) unernst schon eine torkelei für sich ist, und ich möchte charmant sagen, würge aber nur ein "aha?" hinaus. dann liegen plötzlich meine finger in deinem nacken, in deinen haaren, an dir, an uns, und wir torkeln weiter, zerrissen und sehnsüchtig, und wir denken, endlich, ist das gut.

[ frank l. | 2013-05-05 | 20:01 | # ]