dagegen

wie hältst du deinen kaffeebecher, wenn du unterwegs bist? an wen denkst du, wenn dich ein fremder anlächelt? wohin greifst du, wenn du stolperst? rot oder weiß? auf welche namen in deiner skype-liste achtest du besonders? wo sitzt du im kino gern? wie viele einträge stehen in deiner "close friends"-liste bei facebook? hast du bei "einträge" gerade kurz gestutzt? welche fragen würdest du jemandem stellen um zu entscheiden, ob derjenige auf eine einsame insel mitkommen möchte? achtest du auf uhrzeiten? antwortest du auf fragen laut oder leise? wie fühlst du mich? hältst du versprechen? verliebst du dich manchmal? an welcher ecke nimmst du eine buchseite zum blättern in die hand? blinzelst du oft? hast du gerade geblinzelt? mußt du jetzt lächeln? wen an? zählst du haltestellen ab, wenn du u-bahn fährst? magst du wind? und pfützen? hast du angst? findest du strom romantisch? hast du einen lieblingsbuchstaben?

und warum eigentlich nicht, immer? warum verdammtnochmal nicht?

[ frank l. | 2012-01-24 | 12:08 | # ]

ich bin mein ex.

der unterschied zwischen your und our ist nur ein why weniger. es genügt zu wissen, daß es den rausch als solchen gibt, und welche verschiedenen arten, und wie sie alle funktionieren bei diesem kopfwetter derzeit: das ganze rumvögeln und das noch gleichzeitige drübernachdenken (nicht: reflektieren) und dabei die erkenntnis, daß liebe dem im weg steht, daß dedication da stört, daß hingabe an die sache, an den moment, an das situative passieren muß und nicht an das ziel respektive den zweck — sinn der nacht ist dunkelheit, nicht dämmerung.

die lächerlichen verrenkungen, die man so im leben macht, sind nie resultat des staunens darüber, daß man lebt. man vergißt dieses staunen, diese begeisterungsfähigkeit und das wundern. mehr lässigkeit heißt eben auch: lachend untergehen. keine angst haben: weil man nicht mehr weiß, was angst ist. füreinander da sein, sich festhalten und erleben, teil der guten sein, vermissen/vermessen: ein rausch sollte das sein, immer mehr und immer wieder. wunderkerzen und lautstärkeregler.

(absolut und giganten.)

[ frank l. | 2012-01-08 | 18:34 | # ]

mittelfinger hoch 2011

so what have we become
more than a skin and bones
and when do we come down
i don't care anymore
this is when we awake
this is where we don't ache
i see the sun burn it's never quite as close
as the only one and i, i can hardly wait

zwanzigelf war die rufnummer der hörerhotline von swf3, damals, und außerdem ein arges jahr. die einschläge kamen näher, und wäre jemand jemand, der dinge persönlich nähme, wäre jemand ganz schön daran zerbrochen. aber alles hat irgendeinen sinn, sagt man sich, vermutet man sich hinein, erhofft man sich, auch die einschläge und dramen und extreme. zwanzigelf war durchmachen und wut und freudentränen und selbstmordgedanken, zwanzigelf war viel und sehr und unbedingt und zwanzigelf war so, dass man es unglaublich hätte nennen wollen, wäre man nicht realist. zwanzigelf war das jahr, in dem fingernägel schneller wuchsen als sonst, in dem kontakte zu bekannten wurden und bekannte zu freunden und freunde zu guten und gute zu todesanzeigen und menschen zu weit weg. die initialen des jahres waren schwarz/weiß, und genau deswegen war die tinte unter der haut bunt.

zwanzigelf war neue musik wegen neuer gedanken.

panikattacken sind nur beim ersten mal das, was man gewöhnlich "krass" nennt. die angst kommt nicht durch das herzrasen oder die atemnot oder das zittern, die angst kommt durch das unerwartete, durch das unberechenbare, durch das unbekannte. beim zweiten mal schon hat man den kontakt abgespeichert und weiß schon beim klingeln, wer gerade anruft. das macht das herzrasen nicht besser, aber die meta-panik bleibt aus. (ebenso im positiven: nicht die hormone hauen einen um, nicht die schmetterlinge im bauch, nicht das gefühl von angemessenheit, sondern daß man nicht damit gerechnet hatte. die überraschung, oder: die erste ableitung der stimmung.)

zwanzigelf war rufnummernunterdrückung.

wir saßen schweigend nebeneinander, tranken und guckten parallel. wir sagten unplugged anstatt acoustic. manchmal drehte sich einer zum anderen um und mußte grinsen und wir wußten dann beide nicht recht, ob das jetzt aus trunkenheit oder zynismus respektive weltekel passierte, — aber wir ahnten beide, daß wir das identisch nichtwußten, und das wiederum war ja eine gute sache, denn wir konnten weiterhin nichts sagen und parallel trinken. re:kapitulation / das schlimmste ist, manchmal nachfragen zu müssen.

zwanzigelf war madrugada und slowdive.

natürlich ist das manisch, wie wir mit dem leben umgehen, vor allem mit unserem eigenen. nein: natürlich ist das manisch, wie wir gern mit unserem leben umgingen, wenn wir wirklich so lebten, wie wir uns gern hätten, in all der projektion und reflexion. zwanzigelf war grausam, aber manisch, und wenn die sache ein gutes hatte, dann den schnaps und den regen und dass das alles genau so sein mußte, offenbar. ganz pragmatisch: scheiße, aber unsere scheiße. zwanzigelf waren neologismen mit w, pillen, schnitzeljagden, ostsee und zuspruch per whatsapp, zwanzigelf war ein soundtrack zum kopfkino, aber von einem miesen komponisten produziert.

"and then it shines, we're all dust"
bzw.
"long satan and babylon keep running"

[ frank l. | 2012-01-05 | 23:20 | # ]

musik 2011 // (3x15)

(nach ungefährer tollheit absteigend sortiert, jeweils.)

~ live

woodkid, festsaal kreuzberg (09.10.)
mono, das fest / karlsruhe (24.07.)
cyclo, eternithaus (06.03.)
the national, michelberger hotel (19.08.)
casper, lindenpark potsdam (15.10.)
menace ruine & aluk todolo, white trash (22.04.)
bruises, sameheads (02.07.)
monopeople, raum20 / bei roy (28.10.)
ja panik, festsaal kreuzberg (04.11.)
current 93, volksbühne (28.03.)
frank turner, white trash (05.04.)
genocide organ, isomer & pacific 231, mannheim (14.05.)
boy division, plänterwald spreepark (28.05.)
carter usm, sultans of ping & the frank and walters, london (19.11.)
bass drum of death, monarch (01.12.)
death cab for cutie, astra (27.06.)
godspeed you black emperor, astra (20.01.)

2 davon außer konkurrenz.

(komplettliste.)

~ alben

casper — xoxo
ʌ — wire migraine
woodkid — iron
amebix — sonic mass
cat's eyes — cat's eyes
the raveonettes — raven in the grave
ps i love you — meet me at the muster station
der blutharsch — live in praha (dvd)
darkness falls — alive in us
gesaffelstein — variations
niedowierzanie — attendre
außer ich — von vornherein schade
bill ryder-jones — if ...
black ceiling — (ep)
joel alme — waiting for the bells

~ songs

trust — candy walls
ezra furman — wild feeling
ja, panik — nevermind
alexander — remember our heart
ocean — leant my he4rt tu-u
camera obscura — super trouper
contrepoison — heartbeat
vienna — blood
gemeine gesteine — war party
breton — edward the confessor
we were promised jetpacks — medicine
casper — guten morgen herzinfarkt
morlockk dilemma — wunderschöner tag
marsimoto — ich tarzan, du jane
the weeknd — high for this
of the wand and the moon — immer vorwärts

[ frank l. | 2012-01-01 | 21:10 | # ]

wirklichkeitsfern sehen

küsse im nebel, nähesimulation. literatur als interpretation und/sowieso inszenierung von wirklichkeit, — andererseits: das sind horoskope ja auch, oder lottozahlen, denkt man mal aus der anderen richtung herein, hinab, mit-unter. ich kaufe ein äh. wahn / wähnen / wahr / wäre. virtuosität im dämmerzustand, denn: gerade das ist der einzige moment, in dem man sich noch zu verstehen glaubt, wenn man zwischendrin hängt, sich allem abliefert, herab, hinauf. ich härte mich ab gegen versionen. und küsse im nebel sind die wirksamsten.

[ frank l. | 2011-12-06 | 22:09 | # ]

fausi

"letzten sommer hatte sie mir ein foto von sich nach istanbul geschickt (...), und als ede es gesehen hatte, sagte er: 'wenn dich jemand aus der scheiße zieht, dann sie.'"

komparativ des tages: "whatever".

[ frank l. | 2011-11-30 | 00:00 | # ]

s/moll

nähern / nah / nähen / naht / nähe / nähte (ich&mich, dir, wenn). ~

"the power of love" läuft im kinderkarussell auf dem weihnachtsmarkt, und die kinder gucken verdutzt, während holly johnson "purge the soul / make love your goal" singt, aber das hat nichts zu sagen, kinder in diesem alter gucken immer verdutzt, wenn sie auf einem karussell sitzen während die eltern beglühweinend drumherum stehen und sich über überohrenmützenmode für vierjährige austauschen an so einem sogenannten verkaufsoffenen sonntag. ~

unauffindbar in trockenen tüchern und lauten hirnen. mittendrin im konjunktiv, er weiß es nur noch nicht. ~

nehme mir vor, "advent" unbedingt wieder aus der whitelist des adblockers zu entfernen. "laut hören" steht auf einem plakat, und ich schmunzle ein wenig, weil ich über semantik nachdenke respektive daß damit ja gerade /nicht/ der akt des hörens gemeint ist, aber doch eigentlich gemeint sein sollte, in der besseren welt, in der wir, die guten, über semantik nachdenken und musik schätzen und vor allem auch nicht /schmunzeln/, denn "schmunzeln" ist ein grauenhaftes wort, also gucke ich schnell wieder der situation angemessen. ~

passen: ab-, ver-, hin-, zusammen-. ~

klar: it's the last goodbye, i swear, behaupten the kills, aber die haben leicht reden. i'll protect you from the hooded claw / keep the vampires from your door. und ich gucke verdutzt, seit 2011. ~

atem und wein

[ frank l. | 2011-11-27 | 14:51 | # ]

extrawelt

es ist kurz vor zehn bei tageslicht, der bass pluckert zum nebel passend so launisch in der gegend herum, der kaffeebecher wärmt die fingerkuppen jener hand, die nicht auf gerade dem display fehlende nähe per umts auszugleichen versucht, und dass der track instrumental ist (aber das sind eh fast alle), ist gut, weil angebracht, an diesem kurz vor zehn bei tageslicht, denn er verwirrt nicht mit inhalten oder eigenem /content/, sondern macht platzda für eigenes geplucker, damit die gedanken zum nebel passend launisch in der gegend herumschnarchen können, und plötzlich kommt da sowas auf einen zu, das, wenn es mal groß ist, vielleicht ein /break/ werden könnte, momentan aber nur eine art erlösungsversprechen, eine septime, aber immerhin die, ein contentcrescendo sozusagen, und dann schieben sich auch noch die wolken weg und machen platz für die kitschsonne, genau im richtigen moment, und es ist zwar immer noch kurz vor zehn bei tageslicht, aber bei /anderem/ tageslicht auf einmal, das kleine breakchen ist genau in so einem höhepunktähnlichen mittelpunkt und die sonne strahlt die anderen menschen an, wo kommen die eigentlich auf einmal her?, und man grinst wegen des klischees und des soundtrackartigen moments und die nicht nur der bass pluckert jetzt sondern auch die sonnenstrahlen und das eigene grinsen und der rhythmus des fingerkuppentrommelns auf dem kaffeebecher und "pluckern" wird zum wort des tages, und der nebel ist auf einmal ja auch kein nebel mehr sondern ein meer, und das launische ist auf einmal ein /gefälliges/ in-der-gegend-herumdenken, stealth-modus, der tag kann endlich beginnen, fuck it, wie einfach man doch gestrickt ist, wie einfach ich doch gestrickt bin, aber musick cures you of time und dieser track eben heute ganz besonders, kragen hoch respektive kapuze auf und absprung.

[ frank l. | 2011-11-16 | 23:49 | # ]

halten:

im arm, die welt an-, die klappe, uns fest-.

(20†2)

[ frank l. | 2011-11-15 | 12:05 | # ]

ich weiss nur noch von licht /
zen arcade

alles auf anschlag, achteinszwo auf der rechnung, aber ein rezept gegen galgenhumor gibt's nicht. auf dem heimweg wieder gemerkt, dass die guten platten von hüsker dü eben doch nach leatherface klingen, und umgekehrt, und eigentlich ist das ein kompliment für beide — wenn das nur anderswo auch so einfach wäre mit der entspanntheit zwischen den extremen. kurzfristig neuer lieblingsbegriff des tages "auflösungszeichen", kurzfristiges amüsieren über dessen mehrdeutigkeit (und natürlich über wikipedia, "macht erhöhung oder erniedrigung rückgängig", logisch) und kurzfristig verliebt gewesen in eine .. nachricht — die wir ab sofort nicht mehr sms, auch nicht whatsapp, sondern bitte doch einfach nachricht oder mitteilung nennen wollen — auf dem display des hosentaschendingsis. die welt vermisst 'nen buchstaben. eins geteilt durch a case of you, lächelversuch im aufzugspiegel kurz vor schluss, dann vorhang und mehrwöchige aufgekratztheit. außer ich. selbstwahrnehmung als nice price.

("was reg' ich mich auf" // "blaue augen, blaue flecken")

[ frank l. | 2011-11-09 | 00:06 | # ]

zwo0zwölf

taktieren wird abgeschafft. vorsicht wird abgeschafft. warten benötigt kein mensch, und demut auch nur dann, wenn sie nicht in unterwürfigkeit ausartet. respekt ist manchmal okay. aber abwägen ist abzuschaffen, absolutheit wird obsolet, und unsicherheit entfernt sich von selbst. zurückhaltung wird verboten, enthusiasmus wird zur tugend und relevanz entsteht wieder von selbst. schwerfälligkeit wird abgeschafft, parolen werden belohnt wie ehrlichkeit, und understatement wird langweilig. unbesiegbarkeit wird schulfach, verbrüderung und singen werden zu zeitungsressorts, kryptik dafür ersatzlos gestrichen. erwartungen sowieso. taktieren wird abgeschafft, und wiederholungen auch.

[ frank l. | 2011-10-26 | 22:21 | # ]

tempus fuckit

wenn man, sagenwirmal, halluzinationen hat — und sich dessen bewusst ist, also eine meta-ebene weiter oben von der existenz der halluzinationen weiss und diese einordnen und auch einigermassen die einbildungen von der echtheit trennen kann, .. dann gibt es da so einen punkt, an dem das kippt und man übermotiviert deutet, man sich also beginnt nicht mehr ganz zu trauen, die judikative im hirn quasi einen lauf hat und euphorisch aber unkontrolliert herumurteilt und viel zuviel für halluzinationen hält, — man harmlose sachverhalte für völlig bekloppt hält, sich anfängt (wieder: meta) nicht mehr zu trauen beim bemerken dieser übermotivierung, man dem entsprechenden modul im kopf also befangenheit unterstellt, nur eben in die falsche richtung, und bevor man sich's versieht, schnappt man über, so ganz ohne hallus, nur weil einem das urteilsvermögen abhanden gekommen ist, ach was, weil man sich das urteilsvermögen nicht mehr zutraut (meta, remember).

(worauf wollte ich damit jetzt noch gleich hinaus? vergessen. vermutlich irgendein total kitschiger vergleich mit verknalltsein oder butterbrot. das übliche.)

[ frank l. | 2011-10-17 | 01:03 | # ]

binz.

am ende der ungefähr 400 meter langen landungsbrücke kann ich manchen menschen ansehen, aus welchem anlass sie hier sind. ich sortiere die drögen touristen und kleinfamilien aus, die auf ihre fähre wartenden pauschalbucher, die windkältequengler und die "könnten sie bitte ein foto von uns machen?"-frager. übrig bleiben die, die wegen des meers hier stehen. die stillen pärchen, die auch nur auf den horizont starren und fassungslos gucken; die stadtkinder, die zum ersten mal die ostsee erleben; die, die irgendetwas suchen, und es hier zwar auch nicht finden, aber vom erleben gerade erstmal abgelenkt sind, immerhin. manchmal steht ein rentnerpärchen neben mir, zu dem ich mir eine geschichte ausmalen kann, und selbst wenn ich völlig daneben liege, ist es doch eine wunderbar tragische und passende geschichte, das seh' ich in ihren blicken. keiner von denen weiss, warum ich hier bin, ich weiss es selbst nicht, die ganzen whatifs rennen im kopf herum und drehen laut auf, weil dort auf einmal soviel platz ist. anstatt zu sich zu kommen, ist man hier außer sich, auflösung statt einkehr, auch eine erkenntnis immerhin. zentrifugal.

~~

die strandrestaurants sind natürlich profis, preislich und qualitativ und was den service angeht. handgriffe sitzen, mahlzeiten benötigen höchstens ein paar minuten zwischen bestellung und gutenappetit, alles schmeckt einerlei, obwohl nicht völlig scheiße. es ist spektakulär langweilig hier zu sitzen. auf der pizza ist zuviel oregano und auf dem in dieser gegend immer noch als statussymbol missverstandenen großflachmonsterbildfernseher läuft eurosport im falschen seitenverhältnis, ohne ton, denn der kommt von aerosmith oder t'pau von einer timelife-collection aus dem off. das eis ist "orig. ital.", und die bedienung flirtet mit mir, das gehört zu ihrem job, mir gefällt es trotzdem, es stört mich zumindest weniger als die tv-fehlkonfiguration. pizza siebenfünfzig, doppelter espresso zweifünfzig, machen sie elf, grazie, und sogar der italienische akzent klingt für einen moment irgendwie unfake. hier denkt gerade keiner an das meer, und das ist mit abstand das schadeste von allem.

~~

ich wundere mich, dass ich nicht friere, wenn ich auf das meer starre und zuhöre. ich wundere mich auch, dass das meer nachts dunkler ist als der himmel, wenn ich mich nach ein paar minuten erst einmal an die schwarzkontraste ("meinten sie graustufen?") gewöhnt habe. ich wundere mich, dass ich bei starkem wind schlechter atmen kann. ich wundere mich ein wenig, dass mir die zwei buchstaben einfallen, die seit fünf jahren ein paar kilometer weiter links in einen baumstamm geritzt sind, nicht irgendwelche, sondern –natürlich– /diese/ zwei buchstaben, ich denke an störungen und an wiederholungen und muster und wundere mich ein bisschen weniger. mein hotelzimmer ist unanständig und unangemessen groß, ich habe keine ausrede ausser all den üblichen. wenn mich die traurigkeit bei den eiern packt, mit den fingern im mund und den fäusten im himmel, hab' ich immerhin genug platz um durchzudrehen. rapid mood movement: ab welcher frequenz kann man sich einfach auf den mittelwert einigen? fühle mich schäbig, und meta-deswegen also wieder besser: vielleicht wird das ja doch alles irgendwann wieder (futur ist ein fliegender weißer zotteldrache).

~~

"geht das zusammen?", fragt die andere bedienung am nächsten morgen, als sie die rechnung für den kaffee bringen soll. meine gag-erkennung ist noch nicht startklar, ich benötige einen tick zu lang und mein lächeln wirkt unsouverän. was das meer so mit einem macht.

~~

(was ich ja ganz fabelhaft kann, ist gutsein. hilft das?)

[ frank l. | 2011-10-05 | 19:15 | # ]