and of course he always kicked scooby-doo's ass

r.i.p., moose bzw. eddie!

du warst die coolste sau, pardon, der coolste hund im fernsehen (".. fifth in its 50 greatest tv animals special, behind only lassie, kermit the frog, flipper and mr. ed."). -- live fast, die young. wobei ja 16 hundejahre auch schon 'ne ganze menge sind.

jedenfalls: mach's gut.

schöner leben mit frank

guter vorsatz für die diesjährige gartenpizzeria-saison: restaurants sofort wieder verlassen, die auf ihrer karte zutaten bzw. beläge ausschließlich mit positivattributen bewerben ("leckerer käse", "würzige salami", "fruchtige ananas", ..) ohne dies wenigstens im originellen zusammenhang ("bunter mais", "wohlklingender schinken", "höflicher broccoli", ..) oder als konkretes unterscheidungsmerkmal zu anderen pizzaoptionen ("möchten sie die frischen champignons oder eher die labbrigen?") zu verwenden. auch gemüse hat ein distinktionsbedürfnis.

eines tages, wenn ich mal groß bin berühmter texter geworden bin

auch bei ihren täglichen freizeitaktivitäten im stehen und gehen und im partnerschaftlichen miteinander sind veränderte bewegungsabläufe zu beachten.

(kurzer euphemismus aus dem "merkblatt für hüftgelenk-tep-patienten" der st.-hedwig-kliniken berlin.)

falls sie jetzt, direkt nach der operation wirklich schon daran denken sollten, mit der künstlichen hüfte jemals wieder den abgefahrenen verrenkungs-schweinkram beim sex machen zu können wie sie es gewohnt waren, dann möchten wir sie hiermit schonend darauf vorbereiten, daß sie ab sofort den eher passiven part übernehmen werden müssen. wir wünschen ihnen aus tiefstem herzen alles gute.

(die ehrlicher und ausführlicher klingende übersetzung.)

(frank entdeckt die philosophen)

findet die stellen in einem buch, mit denen ihr etwas anfangen könnt. wir lesen und schreiben nicht mehr in der herkömmlichen weise. es gibt keinen tod des buches, sondern eine neue art des lesens. in einem buch gibts nichts zu verstehen, aber viel, womit man etwas anfangen kann. ein buch muss mit etwas anderem eine maschine bilden, es muss ein kleines werkzeug für ein aussen sein. keine repräsentation der welt, auch keine welt als bedeutungsstruktur.

[ -- deleuze/guattari, rhizom ]

the light that moves sideways and up and down

argh.de tut empfehleninterpol können jetzt übrigens endlich wieder "nur" interpol sein und nicht mehr "die neuen joy division". denn das, wiederum, sind "she wants revenge" (as in "die klingen so dermaßen /joydivisionesk/, wie new order 2006 eigentlich klingen müßten, wären sie nicht vor einigen jahren unter der bezeichnung 'comeback' in die mittelmaß-seichtheit abgedriftet").

she wants revenge (cover)trocken, dreckig, minimal elektronisch (zu verstehend nicht als minimalelektronik, sondern als minimaleinsatz von ebenjener), abgeklärt sentimentalmelancholische lyrics und dazu diese nur angedeutet-melodiehaften dinger, die "ohrwürmer" zu nennen sich innerhalb dieses genres sowieso keiner traut, was wiederum ganz wunderbar angemessen ist. allein "out of control" ist ja schon ein jahrhundertsong. musik für zynisch verstandene sonnenuntergänge (und bitte jetzt nicht fragen, wie ich das gemeint haben könnte -- sowas funktioniert ja eher synästhetisch, grundsätzlich). für ursprünglich mal gruftig sozialisierte sakko-button-träger, die bei aktuellen produktionen die coolness (nicht das coolseinwollen!, davon gibt's genug) vermissen.

[am 25.7. live im knaack.]

hey durex, --

eine kondomsorte speziell für analsex, mit dem hinweis "kann bei übermäßigem verkehr abführend wirken" auf der packung, ist übrigens offenbar auch noch nicht erfunden.
(ironie im sexshop-/drogerie-bereich: kann man /sehr/ lang suchen, auch. file under "geschäftsideen, never to be actually was draus gemacht").

schal ist der weg und wenige werden ihn gehen

ziemlich schlau eigentlich vom hiesigen freikirchlich-wachturmesken sektenquatsch, zur haustür-akquise mittlerweile nicht mehr ältere damen mit eigenartiger silber-dauerwelle in ocker-unbunten stoffmänteln ("schwester hilde koschinsky, versammlung berlin-mitte, guten tag!") sondern /hübsche/ junge mädels mit pferdeschwanzartiger frisur und engem oberteil ("wir sind julia engels und katharina schwitt, hallo!") vorbeizuschicken -- weil sie wissen, daß die gegensprechanlagen in dieser gegend eigentlich gegenguckanlagen sind, man also den klingler schonmal auf dem bildschirm sehen kann, während man sich gerade noch überlegt, warum eigentlich pizzaboten so oft unrasierte kerle sind und ob nicht mal jemand hier in berlin das hooters-prinzip ("mit mais, broccoli, extra käse und sexy trinkgeldgrund, bitte!") einführen könnte.

"ja?"

"guten morgen, herr lachmann. wir würden gerne mit ihnen über ihre bibel reden."

"sie kennen doch /meine/ bibel gar nicht!?"

"dürfen wir vielleicht reinkommen?"

"so verlockend das klingt, aber befürchte einen latenten interessenskonflikt und habe außerdem mundgeruch."

"sollen wir sie eventuell zu einem anderen zeitpunkt nochmals besuchen?"

"steht in ihrer bibel denn nicht irgendwo was von 'und führe mich nicht in versuchung'?"

"haha!"

bis kurz vor dem gekünstelt-auswendiggelernt klingenden "haha!" (grundkurs lachtherapie für europa-sekretärinnen, zweite unterrichtsstunde: amüsiert-höfliches lächeln) klangen sie ja noch fast sympathisch, die beiden. ich muß es mir vielleicht ja echt nochmal überlegen. das mit der sektengründung.

public&tragic

und das pärchen am nebentisch (nebentische make my life interesting), das direkt nach dem reinkommen zwei stifte und ein rätselheft aus dem eastpack-rucksack ausgepackt hat und sich jetzt gemeinsam (über's tisch-eck) über ein kreuzworträtsel hermacht, nachdem zwei "stille wässer" bestellt wurden. mit identischen kugelschreibern in der hand diskutieren sprechen sie über den möglichen zweiten vornamen von machiavelli und lächeln sich zwischendurch an, ohne vom rätselheft aufzusehen.

(promise me, we'll never be anything like them.)

telekom training

jetzt weiß ich auch, wieso die von der t-com betriebenen (tagungs)hotels "telekom training" heißen: wir trainieren uns urbane survivaltechniken -- per schnitzeljagd zum internet. das einzig vorhandene wlan ist (natürlich) nicht offen, sondern ein t-com-hotspot mit entsprechenden schweinepreisen. die funkwellen von e-plus haben offenbar großen respekt vor den fenstern und dringen nicht bis ins innere des zimmers. die einzige vorhandene unverplombte isdn-dose wird nur nach verrückung des bettkastens und unter mehrminütigem stochern im dunkeln zum plug-in-baby. aber immerhin, sie funktioniert. und morgen trainiere ich dann meine fähigkeiten zur lokalisation eines netten cafés mit /offenem/ wlan, wie sich das gehört.

(aus der reihe "schlecht gelaunt eingeschlafen".)