indie online

.. aka "dinge, die noch nicht ganz den öffentlichen bekanntheitsgrad erreicht haben, den ich ihnen zutrauen und wünschen würde, und die ich sowieso regelmäßig auch privat empfehle, von daher, there you go, oder eher here you go, ihr wisst schon":

text

der hanseplatte newsletter - gereon klug ist ja gewissermaßen der egon forever der guten formulierungen;
der ://about blank newsletter - partydates, einerseits, aber im intro jede woche auch politisch gute haltung mit ordentlich plakativ rumms;
das begriffsstudio - sehr unregelmäßiger, manchmal nur alle paar monate neu erscheinender, newsletter von monika rinck mit einer liste "neuer" begriffe, der einzige newsletter, den ich -glaube ich- wirklich komplett und langsam lese.

audio

anthropocene reviewed - podcast, alle paar wochen neu, mit je zwei "rezensionen" zu dingen der menschheitsgeschichte, irre gut getextet und erzählt von john green, spätestens mit der jetzt gerade aktuellen episode über "the sycamore tree" endgültig in der alltime-fave-liste meines hirns verknotet.

video

exurb1a - der vermutlich beste youtube-channel der welt, als würde mark manson auf lsd popvideoclips schneiden;
viakavish - wären die happy tree friends noch so originell wie damals ™, käme vermutlich sowas dabei raus;
asdfmovie - die mutter of all fast-cut-weirdo-clip-cartoons, der vollständigkeit halber.

facebook & meme-zeug

theories of the deep understanding of things - next level meme shit, also eigentlich nicht mal memes, die man von zig anderen pages kennt, sondern meistens "exklusive" seltsame dinge, zwischendurch immer mal wieder zeitgenössische kunst;
gallery of the absurd - wäre max goldt ein sechziger-jahre-ansichtskartenflohmarkt und würde bernd pfarr dazu sondermann-texte schreiben, das käme dabei raus;
scarfolk council - das totale wicker-man-paralleluniversum mit "the prisoner"-subtext, funktioniert sogar auch als buch (auf papier, nicht als ebook) riesig gut;
generic office roleplay - büroalltag im gesichtslosen großkonzern nachgespielt, manchmal so irre gut (because "HAHA DAS KENN ICH!" bei einem selbst) und vor allem selbstbeteiligungs-offen;
the philosopher’s meme (et al) - meme-kultur und meta, pagegruppe 1gruppe 2siteprivatprofil, eigenartig interessant.

apps & sites // nerdkram

telegram remote bot - macht aus dem android-gerät gewissermaßen einen telegram-contact, d.h. benachrichtigungen sind im telegram-desktop-client abbildbar und telefon-settings ebenso schaltbar, führt in kombination mit tasker-api zu latenten gott-gefühlen beim skripten;
image max url - web-app oder userscript zur automatischen "findung" der original-bild-größen zB auf wordpress-, tumblr- o.dgl. sites, sehr toll in kombination mit viewimage - stellt den "view image"-direktlink-button der google-bildersuche wieder her;
fb puritysocial fixer - machen facebook aufm desktop erträglich, de-bullshitified facebook - macht facebook aufm mobildevice erträglich, instagram mod - macht instagram aufm mobiledevice erträglich;
videoder - seit die "youtube center"-entwicklung eingestellt wurde die nächstbeste und crap-/ad-ware-freie möglichkeit, sich videos und generell "streams" lokal zu speichern ohne erstmal mühsam den den netztraffic per browser-dev-konsole mitlesen zu müssen;
ride share trip stats - chrome extension, baut lustige kleine statistiken der sorte "x km gefahren im jahr 2018" aus dem eigenen uber-account bzw. -profil;
zalgo - y̮͉͕ọͅu̮̤̺͙̣̯͉̦̱ ̪̮̱ͅk̜ṋ̦͍̝o̳͇̖w̞̳̩̯͇.̯̫̲̬͖͓̺

finish tabs

an reckitt benckiser gemailt wegen eines schreibfehlers auf einer spülmittel-packung,

(weil ich jetzt also offenbar in ein alter gekommen bin, in dem man das tut, was meine eltern als leserbriefschreiben kennen, in dem man den imperialistischen großkonzern durch eigene neurosen füttert, eat this, capitalism, aber das ist ein anderes thema)

und auf den konstruktiv gemeinten hinweis dann nach gerade mal drei tagen nicht nur ein textbausteinmonster voller floskeln ("vielen dank für ihr interesse an unserem produkt", "gerne nehmen wir das feedback auf", "falls sie noch fragen oder anregungen haben, zögern sie nicht", "bevor sie diese mail drucken, denken sie bitte an die umwelt", faxnummer in der signatur, etc) zurückbekommen, sondern als dateianhang ein 350kb großes doc-file namens "privacy statement (german)", in dem auf eineinhalb seiten (arial, 10 punkt) sowohl datenschutzhinweise aufgelistet als auch facepalm-aussagen der sorte "wenden sie sich in notfällen bitte an die örtliche rettungsstelle, nicht an unseren email-support" oder "bitte lesen sie diese hinweise sorgfältig durch" getroffen werden. because that’s how corporate works, apparently, 2019, still, und dass all sowas (das corporate-ding ganz generell) auch heutzutage noch funktioniert allein und einzig aus der tradition und der eigenen größe und immensität (is that a word?) heraus, also im fast wörtlichen sinn aufgrund der konservativität aller beteiligten inklusive der zielgruppe, ist vielleicht wirklich ein aspekt, in dem sich die große tragik ™ der neuzeit zu erkennen gibt.

alter.