müde bin ich, gehtso. ruh!

in meiner freizeit knibbel’ ich gern die metallrandzähnchen von mateflaschenschraubdeckeln einzeln ab und bastle daraus fingerkuppenkaputtmachende kunstminiaturen (den zeitgenössisch-angemessenen nft-kalauer-twist hier bitte selbst dazudenken), während ich beim grübeln darüber, ob es knubbeln oder knibbeln heißt, in kontemplative duldungsstarre verfalle gewissermaßen wie all jene leute, die ihre tweet-screenshots auf instagram posten und sich mittelewig nicht für einen rahmen/hintergrund entscheiden können.

genau daher kommt übrigens auch der begrif artisanal. muss man wissen.

(haha, anal.)

"einen im nft haben."

es war einmal und ist
nicht mehr - (mit list
und tücke macht der reim
ne wendung hier, das schwein) -

wollt sagen aber, schon okay,
dass ich nicht trinken muss
zum quatschigsein. olé.
kann auch nüchtern stuss.

es lebe hoch, das versmaß, und
lang und breit natürlich auch.
"ist der lachi denn noch ganz gesund?",
(und jetzt kommt was mit lauch,

damit sich’s reimt.) aber back to topic:
das tun sich fragen ihr nun maybe.
beim barte des propheten lockig:
you gotta be the one that saves me.

"er singt oasis und the smiths,
sein zustand ist bedenklich.
aber wenigstens nen müden witz
bringt unter er. na endlich."

drum schließen will ich nun die
dichtkunst hier, die ziemlich grandiose.
bevor ich nun, gewissermaßen wie
zivilisiert mal suche meine hose.

mic-drop,
dickkopp.

(mission alberner werden)

es gibt ja diese offenbleibenden themen, die einen mit stetigkeit statt krassheit nerven: dinge, die man um’s verrecken nicht los wird, weil sie keine lösung hatten und keine in aussicht ist. unbeendete themen in leben (pl.), angefangen bei plötzlichem wegsterben über nichtverabschiedungen bis zu aussprachlosen trennungen, dergleichen kram, ghosting seitens wiesagtman? psychologischer artefakte im zeitlichen ablauf. cliffhanger, die im kopf festsitzen und da auch bleiben, weil man nicht rechtzeitig wusste, dass sie cliffhanger werden, bevor die serie abgesetzt wurde, werden würde, wird. dieser scheiß, der so ganz hinten am schädelrand rumpuckert und den wahrnehmungsrhythmus aus dem takt bringt, die dekadente version von sorgen vielleicht, ein schluckauf, ein stolpern, weil man keine ahnung hat wie man was loslassen könnte, was längst nicht mehr griffbereit ist. does that make sense?

jene themen, jedenfalls, also:

vielleicht wird man die ja los, indem man einen furchtbar selbstreferentiellen meta-text darüber im blog rauswürgt, und am nächsten tag hat man den quatsch endlich hinter sich und hört einfach auf zu vermissen, egal wen, oder man hört einfach auf sich gepiekst zu fühlen von einer abstraktion, man hört dann einfach auf sich darüber zu ärgern dass man diese eine trennung damals "verpennt" hat, oder dass die "allerletzten worte" zu jemandem so ein komplett banaler mist waren, oder dass dieser three-night-stand vor vielen jahren einen dann bei instagram geblockt hatte?

wäre, wäre, fahrradsattel, i know. aber einen versuch ist’s wert.