durchgeimpft und trotzdem da, irgendwas mit antifa

heute das zweite stempelchen im sammelheft bekommen, in 14 tagen gibt’s die ehrenurkunde dazu, wenn ich’s richtig verstanden habe.

fühlt sich bisher noch ’n bisschen an wie treueherzen bei rewe, to be honest. ab sofort aber immerhin schon mal der 29. juni als wiedergeburtstagspartyanlassdatum - und alle anderen versprochenen prämien (körperflüssigkeiten mit fremden austauschen, intergalaktische reisefreiheit, röntgenblick bei vollmondraves & alkohol-immunität) werden dann offenbar nach und nach (-)geliefert.

ernst beiseite: all hail science. danke, fortschritt. tagebuch ende.

(tribes)

ich war nie teil dieses antville-dings, aber so mittelbar manchmal vielleicht dann doch, über das zwischenzeilige und die menschen eben? fragezeichen, ja. vielleicht aber sowieso die nettere der arten, teil einer sache zu sein - sich hingezogen und manchmal/oft verbunden fühlen, aber sich keinen mitgliedsausweis drucken lassen (OKAYOKAY: wäre der ameisenhaufen einer gewesen, der mitgliedsausweise ausstellt, hätte man sich ja sowieso nie damit verbunden gefühlt, und ich glaube diese art der argumentation nennt man heutzutage circlejerk?, oder jedenfalls hab’ ich vergessen worauf ich hinauswollte).

was antville "war", also: aspekt, artefakt, artikulation dieses ganzen netzschreibdingsis damals. über das man an die netzschreibdingsimenschen kam und der nächste, emotionale und meinetwegen auch intellektuelle, circlejerk entstand. man entdeckte einen tribe, seinen tribe, mit dem eine art gleichklang entstand, phasenähnliches schwingen der ganzen synapsen, mit lesungen und pizza und kaffee und verschrobenheit, vor allem viel von dieser verschrobenheit, die man bei sich selbst noch deuten lernen musste, was einem angesichts antville (also den leuten "dort", hier, überall) aber leichter fiel als ohne. man postpubertierte so hinein in neugierde und gefühl und denken und loslassen, und 20 jahre später ist’s dann eben immer noch der tribe, zu dem man sich hingezogen fühlt, auch wenn er mittlerweile verstreut ist, und zerstreut sowieso.

("euphorische zuneigung zu leuten, die man eigentlich gar nicht kannte", schreibt malorama, und eigentlich wollte ich nur zu diesem satz heftig schmunzeln und nicken und grunzen, und dieser eintrag ist vielleicht mein schmunzeln und nicken und grunzen in einer der gesprächspausen des tribe-klassentreffens, am rand stehend, nie auf dem dancefloor.)

hätte es antville nicht gegeben, wäre all das vielleicht auch mittels anderswo (mental note: überhaupt mal über ORTE als empfindungen statt kartenkoordinaten nachdenken) passiert. aber da es antville gab, war das schon ganz gut so, wie es war, alles, damals.