abt. "irgendwann mach' ich's"

immer wieder diese kindlische (kunstwort aus kindisch und kindlich, für subtext-entscheidungs-gehemmte) idee, die jambasche (kunstwort, genitivisch zu benutzen, betonung auf a nummer zwo) kurznachrichten-empfangs-zentrale mit geheimnsvoll klingenden conspiracy-mitteilungen ("auch euch werden sie kriegen."), weltverbesserungsgeschlumpfe ("free speech!"), kontextbefreiten ("strickjacke") oder gerade eben erfundenen kunstwörtern ("nasalierungskoeffizientvariablenkürbis") zu verwirren. man ist ja mittlerweile in einem alter, in dem man auf zwei bis vier euro mehr oder weniger guten gewissens auch mal scheißen kann, wenn's zudem noch zur geistigen zufriedenheit (aka hirnlächeln) beiträgt.
(erhoffbare coolness seitens jamba wäre feedback in form eines paul-celan-zitat-abos. erwartbare uncoolness seitens jamba eher ein gelbes küken mit großen augen oder ein tittenbild-klingelton.)

[ frank l. | 2005-01-13 | 17:06 | # ]

aus der reihe "viva-pressemitteilung und was sie uns eigentlich sagen möchten":

[im originaltext hier zu bewundern. teil 1 hier drüben.]

viva reloaded
habt ihr gemerkt, auf was für einen filmtitel wir hier anzuspielen versuchen? schickt die richtige lösung per sms an 08154711 und gewinnt ein abendessen mit catherine mühlemann.

das volle young entertainment paket
da deppenleerzeichen zur zeit sehr angesagt sind, wollten wir uns auch diesem trend nicht verschließen.

köln, 13. januar 2005
habt ihr's gesehen? kööööhöln! ich meine, da muß man ja doch mal explizit drauf hinweisen, solang wir das noch so schreiben können.

ab 17. januar startet viva ins neue jahr
aber das dann regelmäßig und oft. sonst hätten wir ja "am" geschrieben, nicht "ab".

mit zahlreichen programm-neuheiten. im mittelpunkt steht der neue nachmittag.
im mittelpunkt steht natürlich eigentlich, daß wir vor lauter viacom-depression keine ideen mehr haben und uns lieber weiter von jamba und anderswo eingekauften formaten ernähren. aber "der neue nachmittag" klingt eben nicht ganz so schlimm.

"17" ist die neue interaktive live-show bei viva.
wir haben "interaktiv" umbenannt und setzen bei "17" außerdem mehr auf sponsoring, call-in-mist, sms-abzocke, klingeltöne, teletext-flirt-chats und product-placement. vor allem product-placements. und crawls. und einen niedrigen iq. außerdem sagen wir den kids, was sie jeweils gut und schlecht finden dürfen müssen, um in ihrer klasse angesagt zu sein bleiben werden. also eigentlich nichts neues. nur unehrlicher.

"17" bietet alles, was die teens ab 17 interessiert: pop, kino, entertainment, lifestyle, games, competitions -
als wir noch 17 waren, haben uns statt "konsum" und ekelhaft englischen neologismen ja eher andere dinge interessiert. partys mit betonung auf mädels bzw. jungs, nicht auf klamotten und schminke, oder musik mit betonung auf künstler, nicht auf klingelton. klamotten, auf denen sichtbar ein markenlogo zu sehen war, waren verpönt, und man kam wunderbar ohne ein mobiltelefon aus, um sich zu verabreden. aber jetzt sind wir ja auch schon 30 und alte säcke und geben nur noch die pressemitteilungen für viacom raus, so wie sie uns diktiert werden.

vor allem aber: kommunikation.
in der nächsten pressemitteilung erklären wir euch dann den unterschied zwischen dia- und mono-log.
(wir haben übrigens "interaktiv" umbenannt.)

moderiert wird die neunzigminütige show-regatta
also, das war so. die frau mühlemann (oder "mülli", wie wir sie hier liebevoll nennen) hat kürzlich beim zappen aus versehen mal eine übertragung einer segel-regatta gesehen, dabei aber nicht gemerkt, daß sie schon bei eurosport gelandet war und nicht noch bei neun live, wo sie eigentlich hinschalten wollte. den begriff "regatta" fand sie aber so toll, daß sie uns beauftragt hat, irgendeine plausible erklärung zu finden, wieso eine show jetzt "regatta" genannt wird.
konnten wir aber nicht.
also, konnten wir eigentlich schon, schließlich dümpeln die meisten unserer eigenproduktionen ohne überraschungsmomente vor sich hin wie ein eingeschlafener teich mit umgekipptem wasserstand, unsere teleprompter-ablese-models gondeln durch eine sendung wie ein selbstgebauter kahn mit schieflage bei windstärke neunzehn, und die assoziationen mit dem begriff "wassersport" will ich jetzt noch gar nicht mal sehr viel weiter ausführen, aber .. das ist ja eigentlich auch alles nichts, was man in eine pressemitteilung schreibt. schreiben darf. schreiben sollte. ach, ihr wißt schon.
(die neunzig minuten verstehen sich übrigens als brutto-wert. also ohne werbung. zugegeben, dann bleiben genaugenommen nur noch neun minuten übrig, nicht neunzig, aber .. wir werden das vielleicht nochmal durchrechnen lassen.)

von den moderatoren janin reinhardt
das ist die blonde schnitte, die bei uns eigentlich nur noch moderiert, weil unsere marktforschung uns überzeugt hat, daß dann mehr jungs einschalten. die mädels schauen ja sowieso zu, wegen der styling-tips.

klaas heufer-umlauf
klass klever ist auch wieder dabei.

und gülcan karahanci.
das ist die dunkelhaarige schnitte, die bei uns eigentlich nur noch moderiert, weil unsere marktforschung .. hmm, nein, anders. das ist die dunkelhaarige schnitte, von der kürzlich unfaßbar unerotische bilder in "maxim" zu sehen waren.

wechselnde unterhaltsame rubriken sowie thementage machen diese show zum einmaligen erlebnis.
wir haben dafür gesorgt, daß unterschiedliche klingeltöne an unterschiedlichen tagen beworben werden.

die viva zuschauer können sich von den "17"-moderatoren in allen liebes- und lebenslagen helfen lassen.
für nur 1.86€/min.

"17" ist das nachmittägliche jugend-show-magazin für alle ab 17:
wir haben "interaktiv" umbenannt.

schnell, spannend und einfach unterhaltsam.
den ausgelutschten gag mit "drei wünsche auf einmal" ersparen wir euch. wir meinen mit den drei sachen sowieso nur das gleiche, unser thesaur.. synona.. microsoft word hat uns dann ein paar alternativen vorgeschlagen. klingt toll, oder?

mit zahlreichen neuen ideen, innovativen einfällen und noch frecheren sprüchen meldet sich auch shooting-star sarah kuttner mit ihrer erfolgreichen personality-show zurück.
frollein kuttner kam noch nicht aus ihrem vertrag raus, deswegen bewerben wir sie noch ein bißchen weiter mit inhaltsleer-dämlichen floskeln, obwohl sie das eigentlich nicht verdient hat. aber was will man machen? wir sind ja hier bei viacom.

"sarah kuttner – die show" wird jeweils mittwochs und donnerstags live ausgestrahlt.
ein praktikant drückt um 2115 uhr live auf "play" und startet die aufzeichnung von 1800 uhr.

am mittwoch ist adam green zu gast, am donnerstag die deutsch-rocker tocotronic und hiphopper clueso.
wir trauen's uns ja kaum zu sagen, aber – das ist musik. ja. ehrlich. auf 'nem ehemals-irgendwann-mal-gewesenen musiksender. wer hätte das für möglich gehalten?

außerdem neu im programm: eine der erfolgreichsten deutschen reality-shows "big brother",
.. derzeit sonst auch nur bei rtl2, tele5 und premiere zu sehen. wir dachten uns, da kann ein sender mehr oder weniger auch nicht mehr schaden.

die entertainment-formate "101 best kept hollywood secrets", "101 juiciest hollywood hookups", "vh1 all access" sowie "the fabulous life of…".
wir zeigen da irgendwelche zugekauften shows, die wir selbst noch nicht kennen, nachdem kürzlich auch der letzte zuschauer gemerkt hatte, daß alle existierenden brainiac- und south-park-folgen je 17x gelaufen sind.

ein weiterer schwerpunkt im programm
wenn das bisher präsentierte unsere schwerpunkte waren, dann schaut mal in euer programmheft, wie spektakulär-grauenhaft unser rahmenprogramm aussieht. aber deswegen weisen wir darauf ja auch nicht mit einer pressemitteilung hin.

ist die neue sms-flirt-show
wir hatten ja weiter oben schon erwähnt, daß wir kommunikation für total super crazy wichtig geil halten. deswegen verlangen wir auch nur noch 1.99€/sms dafür, daß ihr wildfremden studenten, die dafür bezahlt werden, euch zu antworten, nachrichten wie "hallo isch bin die jaqueline!!!!" schicken dürft.

"loveline"
schaltet schnell ein, bevor wir mit dem titel der sendung hundert von originalitätspreisen gewinnen.

und die call-in-show
wir hatten ja weiter oben schon erwähnt, daß wir kommunikation für total super crazy wichtig geil halten. deswegen verlangen wir auch nur noch 1.86€/min dafür, daß ihr bei uns im studio anrufen und ins telefon rülpsen dürft.

"liebe, sex & video",
die "bravo" ist ja auch nicht mehr das, was sie mal war. und papier ist sooo nineties.
(wir haben übrigens "interaktiv" umbenannt.)

die am valentinstag startet. hier dreht sich zukünftig alles um die liebe, das jugendthema nummer 1.
liebt ihr auch eure klingeltöne so sehr wie wir? schreibt eine sms mit dem inhalt "ja" an 08154711.

[ frank l. | 2005-01-13 | 15:31 | # ]

deutsche post "leistungen und preise" vom 1.1.05, seite 3, kapitel "wesentliche änderungen":

paket national = dhl-paket, paket international = postpaket

gut, daß wir darüber gesprochen haben.

[ frank l. | 2005-01-12 | 02:35 | # ]

being kosmopolit (aus der reihe "lange sätze, die einem so nachts bei fahrten durch thüringen einfallen")

die gegend gehörte zu der sorte gegenden, deren einwohner, sollten diese mal in einer quizshow als kandidat angenommen und vom moderator nach ihrem wohnort gefragt werden, die geografische lage ihres kaffs a als zwischen kaff b und kaff c liegend, weil sich dort nunmal die nächstgrößeren noname-discounter ("mc cheapkauf" und "spargut") befinden ("großstadt!"), präzisieren möchten, von denen kein mensch außerhalb eines radius('?) von sagenwirmal 20 km rund um kaff a jemals gehört haben dürfte.

("ich komme aus hinterdödeldorf. das liegt zwischen kuhhausen und untergähning, direkt an der k491.")

life in the streets isn't easy.

[ frank l. | 2005-01-12 | 02:34 | # ]

pro7 ihre texter ab heute im urlaub

tv-einblendung: max mutzke sein album ab heute im handel

(argh sein hirn ab morgen im ruhestand)

[ frank l. | 2005-01-10 | 21:39 | # ]

do-it-yourself mit argh!, heute: das abendessen. (oder: ein negativbeispiel.)

ich gehöre zu der sorte mensch, die beim auspacken der tiefkühlpizza und notiznahme der anweisung "backofen nicht vorheizen!" auf der verpackung den natürlich schonmal gründlichst vorgeheizten backofen öffnen und erstmal eine stunde zurück-auskühlen lassen, um die pizza danach gemäß gebrauchsanweisung zuzubereiten.

(nach dieser einen stunde ist die pizza natürlich aufgetaut und sieht hinreichend un-genieß- und damit -zubereit-bar aus, weil ich, logisch, vergessen habe, sie während der letzten 60 minuten wieder ins tiefkühlfach zu packen, als ich über effiziente (also möglichst schnelle) backofenauskühltechniken (btw: eiswürfel = ganz dumme idee!) nachgedacht habe. der gedanke "hmm, 'ne scheiß-pizza hätte ich vor 'ner stunde schon haben können" versüßt mir dann immerhin den abend, bevor ich mir eine dose ravioli in der mikrowelle zubereite. ohne vorheizen. ich bin ja lernfähig.)

[ frank l. | 2005-01-05 | 20:46 | # ]

hat eigentlich irgendwo der y2k5-bug zugeschlagen? ..

hat eigentlich irgendwo der y2k5-bug zugeschlagen?

[ frank l. | 2005-01-05 | 15:13 | # ]

[grappa br, rb & white]

eigelb.at - grappa white

eigelb.at – paul schmidinger.

[ frank l. | 2005-01-05 | 04:39 | # ]

2004

und dann wieder diese momente tage wochen monate, in denen ich mir kindisch wie schon viel zu oft ein problem wünsche, das mein eigentliches und eigentlich einziges eines problem überdeckt. das mir eine ordnung aufzwingt, die nichtigkeiten entfernt, bei dessen lösung ich mir wennsseinmuß helfen lassen und mich nebenher auf mein problem stürzen kann. stürz-stürz. jetzt schubs' mich doch mal einer, damit ich endlich stürze.

"mit h. komm' ich nicht so richtig klar."
"kein wunder, ihr wart ja jahrelang in die selbe frau verliebt."
"oh. [dramatischwirkende pause] waren wir das?"

ist ja nicht so, daß ich es nicht längst gewußt hätte. nur gesagt hatte es mir noch niemand. probleme, die längst keine mehr sind, als solche erkennen – mein vornachsatz für restzwotausendvier. arschbacken entkrampfen. weniger cool sein wollen, sondern es einfach nur sein.

am 23.12. am rasthof reinhardshain einen höflichen und nett wirkenden jungen herrn mit viel gepäck nicht mitnehmen können, weil wer will denn auch schon nach limburg? schlechtgewissige zweifel auf der weiterfahrt, allein im auto, ob ich nicht doch und weil ja bald weihnachten ist und es wird ja auch schon dunkel und ob der wohl noch jemanden gefunden hat und wo um himmels willen ist überhaupt limburg und ich hätte ihn ja wenigstens bis fernwald, da ist doch so 'ne jet-tanke, .. -

die tage zwischen den dingern mit vorfreude (der sex zwischen weihnachten und silvester ist bekanntlich der beste) auf danndochnichteingetretene ereignisse verbracht. dummes timing. pinwand aufgeräumt (kalender 2003 gegen 2005 ausgetauscht – ich hatte dich gewarnt, 2004!), mehrere minuten erfolglos über potentielle 2005er-vorsätze nachgedacht (mit dem rauchen anfangen?). pathepisch zu meinem wort des jahres erklärt (klingt als "pathepic" übrigens noch eine spur drama-queeniger).

"oh – du hattest geburtstag?"
"naja."
"trotzdem alles gute."

nein, keine lust auf resümees (mit seele) oder rückblicke (ohne seele), zusammenfassungen (mit ohne viel negativseele) oder listen (für blogger). man möge mir verzeihen.

[ frank l. | 2005-01-05 | 04:27 | # ]

weihnachten 2004 dann doch noch

ein dvd-player von pioneer: 125 euro.

ein scart-kabel vom elektroladen nebenan: 4 euro.

alle kürzlich im elternhaus auffindbaren alten super8-filme von einem selbst (hüllenaufschrift: "frank, 3 monate" bis zu "frank, 5 jahre") bei jemandem, der etwas davon versteht, auf dvd aufnehmen lassen: rechnung folgt noch.

seine eltern am späten heiligabend dabei beobachten, wie diese (als personifizierte technikfeindlichkeit) einen dvd-player (mit hilfe, aber trotzdem) in gang bekommen und danach mehrere stunden nicht mehr vom fernseher wegzuzerren sind: unbezahlbar.

(diese aufzählungsmasche hier aus einem werbespot abkupfern und damit einen auf coole sau mit ahnung von intertextualität machen: ganz, ganz billig.)

[ frank l. | 2005-01-05 | 03:20 | # ]

menschen zum nichtmehrmögen, 2005 (teil 01):

die "ich will ja nichts sagen, aber .."-satz-einleiter.

[ frank l. | 2005-01-05 | 03:05 | # ]

ungewohnt

dieses eigenartig seltene gefühl des freuens über ein freuen. latent egoistische anteilnahme gewissermaßen, unterbewußt schenken geben um nehmen zu können dürfen. nicht die schlechteste der möglichen absichten, und wahrscheinlich ja auch nur aus unangebrachtem selbstrechtfertigungsanlaß heraus zusammenfabuliert. trotzdem: das funkeln in den augen, das man mangels webcam und aufgrund 180 kilometer durchmessender lokalisationsunschärfe nur (nur?) aus formulierungen und dem klang der buchstaben in diesem kleinen fenster herauszieht. wenn die vielen kleinen bits wüßten, wie dankbar ich ihnen manchmal bin. huch und großartig, fast gleichzeitig.

[ frank l. | 2005-01-05 | 02:56 | # ]

mediamarkt

"ist ihnen fremd, der selbstekel, der sie fressen müsste, wenn sie nach diesem ruckizuckiding in die schweinehallen strömen. woraus sind die bloß gemacht?"

[ frank l. | 2005-01-05 | 02:48 | # ]

 

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